28/07/2011

Deutsches Museum

"Herr des Rings" - der Chemiker August Kekulé (1826 - 1896) im Porträt

Mit Bonns berühmtestem Chemiker August Kekulé (1826-1896) beschäftigt sich eine Ausstellung im Deutschen Museum Bonn anlässlich des »Internationalen Jahres der Chemie«. Die feierliche Eröffnung findet am 13. Juli um 19 Uhr statt. Zu sehen ist die Ausstellung, die aus dem reichhaltigen Nachlass Kekulés im Deutschen Museum in München schöpfen kann, vom 14. Juli 2011 bis 26. Februar 2012.

Am 13. Juli jährt sich sein Todestag zum 115ten Male: August Kekulé (1829 – 1896), dessen Denkmal seit 1903 vor »seinem« Institut in der Meckenheimer Allee steht. Dort – im damals größten chemischen Institut der Welt – lehrte und forschte er bis zu seinem Tod 1896. Allzu bekannt ist er heute nicht mehr. »Zu Unrecht: Kekulé war einer der originellsten und einflussreichsten Chemiker seiner Zeit, der mit Erlenmeyer bei Liebig und Bunsen studiert hatte!«, urteilt Museumsleiterin Andrea Niehaus. Mit der Entschlüsselung der Benzolformel gelang Kekulé eine Sensation. Danach wurde unsere Welt bunter, denn diese Vorarbeit ermöglichte in der Folge die massenhafte und preiswerte Herstellung synthetischer Farbstoffe. Die Ringform des Benzolmoleküls soll Kekulé im Traum erschienen sein und wurde so zum Mythos.

Die Austellung »Kekulés Traum – von der Benzolformel zum Bonner Chemiepalast« vom 14. Juli 2011 bis zum 26. Februar 2012 stellt den Chemiker und Menschen im Kontext seiner Zeit vor. Sie schöpft aus dem umfangreichen Nachlass Kekulés, der seit 2007 im Archiv des Deutschen Museums in München bewahrt wird. Originalexponate und interaktive Demonstrationen laden zu einer fesselnden Expedition in die Wissenschaftsgeschichte ein und zeigen: Kekulé war mehr als ein Träumer! Die Ausstellung thematisiert die fundamentalen Fragestellungen der Chemie anschaulich und interaktiv: Welche Rolle Modelle bei der Vermittlung chemischer Theorien spielen, kann dadurch jeder Besucher be-»greifen«! Weitere Themen sind die Entwicklung der Farbstoffindustrie und des chemischen Forschungsstandortes Bonn bis heute. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Begleitpublikation und es gibt ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Stadtspaziergängen, Schülerworkshops und Vorträgen.

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