23/10/2012

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ÖkoGlobes 2012 verliehen

Auslober des international anerkannten Umweltpreises waren die DEVK-Versicherungen, der TÜV-Rheinland und das ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE). Schirmherr ist der Bundesumweltminister. Über 110 Vorschläge gingen in den verschiedenen Kategorien ein. Beherrschende Themen waren Elektromobilität und Hybridfahrzeuge, Weiterentwicklungen bei Verbrennungsmotoren und im Leichtbau. Eine Innovationsfülle, denen Nachhaltigkeits-Investitionen auf breiter Linie vorausgegangen sind. "Dies ist das deutliche Zeichen, dass Nachhaltigkeit zum wichtigsten Innovationsthema der Autobauer geworden ist", so Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, der Sprecher der ÖkoGlobe-Jury. Ausgezeichnet wurden BMW, Daimler, Ford, Renault, Toyota, Volkswagen, Volvo sowie der norwegische Aluminiumhersteller Hydro und die Automobilzulieferer Johnson Controls und Continental. Den Start-Up-Preis erhielt das 2009 gegründete Berliner Jungunternehmen Urban-e. Die Preisträger im Einzelnen: Mit der größten Elektrofahrzeugflotte hat Renault intensiv in die Mobilität von morgen investiert. Neben dem Spaßfahrzeug Twizy bietet die Firma das Nutzfahrzeug Kangoo, die Limousine Renault Fluence und ab Frühjahr 2013 den Renault ZOE als batteriebetriebene Fahrzeuge. Somit hat Renault das breiteste Angebot an Elektrofahrzeugen in Europa. Mit der Zero-Emission-Strategie schlägt Renault für seine Z.E.-Modelle einen neuen Vertriebsweg ein. "Elektromobilität und Infrastruktur für jeden Bedarf" lautet das Motto. Während die Kunden das Elektroauto konventionell kaufen, leasen oder finanzieren können, unterzeichnen sie einen getrennten Mietvertrag für die Lithium-Ionen-Akkus und spezielle Mobilitätsdienstleistungen. Der Kunde verfügt dadurch stets über eine einsatzfähige Batterie. Dies macht Elektromobilität noch attraktiver. Die Jury hat dieses Engagement von Renault zum Umstieg in neue Antriebe mit der Auszeichnung durch einen ÖkoGlobe gewürdigt. Der Renault Deutschland Vorstandsvorsitzende Achim Schaible hat den ÖkoGlobe entgegengenommen.[image_0] ÖkoGlobes gingen auch an Toyota für seinen Prius-Plug-in und Volvo für den Volvo V60 Plug-in-Hybrid. Beide Autobauer haben nahezu zeitgleich die wichtige Zwischenschritt-Technologie der Plug-In Hybride in den Markt gebracht. Die rein elektrische Reichweite des Toyota Prius-Plug-in beträgt 25 km. Beim Volvo ist die elektrische Reichweite auf 50 km ausgelegt. Obgleich in vielen Ländern, und dazu zählt auch Deutschland, sich Elektrofahrzeuge und Plug-In Hybride in nur sehr kleinen Stückzahlen verkaufen, sind die Fahrzeuge für die Mobilität von morgen von Bedeutung. Die ÖkoGlobes belegen, dass das Fahrzeugangebot für elektrisches Fahren mittlerweile vorhanden ist. "Die politischen Rahmenbedingungen, die Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen können fehlen bedauerlicherweise", so Prof. Dudenhöffer. In der Kategorie Konzeptfahrzeug ging es darum, Technologien darzustellen, die in 20 und mehr Jahren in die Serien gehen können. Der ÖkoGlobe in der Kategorie Konzeptfahrzeug erhielt die Daimler AG für das Forschungsfahrzeug F 125!. Es demonstriert, wie in Zukunft emissionsfreies Fahren mit einem Brennstoffzellenfahrzeug nachhaltig und komfortabel umgesetzt werden kann. Dank einer besonders leistungsfähigen kompakten Lithium-Schwefel-Batterie in Kombination mit einem Wasserstoffspeicher hat der F 125! eine Reichweite bis zu 1 000 km. Die Batterie kann induktiv geladen werden. Der ÖkoGlobe für nachhaltige Antriebe ging in diesem Jahr an Ford. Mittlerweile hat der neue 1,0 Liter Ecoboost-Dreizylindermotor eine ganze Reihe von Auszeichnungen. Das Aggregat wird seit März 2012 im Ford Focus angeboten und kommt später neben Fiesta und Ka auch im Ford Mondeo zum Einsatz. Dies ist eine Neuausrichtung für Verbrennungsmotoren. Noch nie sind Drei-Zylinder in Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen angeboten worden. Zusammen mit dem serienmäßig verbauten Start-Stopp-System erreicht der Ecoboost im Ford Focus einen kombinierten Verbrauch von 4,8 l/100 km bei 109 g CO2 pro Kilometer (74 kW-Variante). Somit erzielt er im Kompaktsegment Verbrauchs- und Emissionsbestwerte und unterbietet vergleichbare konventionelle Benziner mit 1,6 Liter Hubraum um bis zu 20 %.[image_1_right] Das CarSharing-System DriveNow erhielt ebenfalls einen ÖkoGlobe. Eingesetzt wird es bereits in Großstädten wie München und Berlin. Das CarSharing-Konzept ist stationsunabhängig und bietet daher hohen Komfort für die Nutzer. Fahrzeuge lassen sich spontan anmieten und abstellen. Feste Annahme- und Rückgabestationen werden nicht benötigt. Kunden können verfügbare Fahrzeuge im Internet, über eine Smartphone App oder einfach auf der Straße lokalisieren und anmieten. Das System ist "keyless": Die DriveNow-Fahrzeuge werden mit einem Chip auf dem Führerschein geöffnet/verschlossen und per Startknopf gestartet. "Es ist wie bei meinem Aktions-Projekt "Die Stadtstraße/Der Schlüssel steckt", mit dem ich 1971 in Köln die Menschen aufgefordert habe, mit einem Ford Escort Tag und Nacht durch Köln an die Ziele ihrer Träume und Wünsche zu fahren", so Jury-Mitglied HA Schult. "Kunst kann Dinge vordenken, auch bei der Mobilität". VW und Deutsche Post erhalten den ÖkoGlobe für das Forschungsfahrzeug eT! Wie wäre es, wenn dem Postboten sein Fahrzeug auf Schritt und Tritt folgt, und das mit elektrischem Antrieb. Das vom VW-Konzern und der Deutschen Post entwickelte Elektroauto eT! ist auf die Bedürfnisse des Stadtzustellverkehrs und die Optimierung der Abläufe eines Zustellers zugeschnitten. Das Fahrzeug ist wendig, platzsparend und kann dem Zusteller von Tür zu Tür folgen. Die ÖkoGlobe-Jury hat diese in Prototypen umgesetzte Vision einstimmig mit einem ÖkoGlobe ausgezeichnet. "Moderne Datentechnik und Antriebstechnik erlaubt Quantensprünge", so die Jury in Ihrer Begründung. ÖkoGlobes für Zulieferer: Norwegischer Aluminiumspezialist Hydro, Johnson Controls und Continental mit ÖkoGlobe ausgezeichnet Leichtbau ist zur Königsdisziplin bei Autobauern und Zulieferern geworden. Mit dem ÖkoGlobe wurden der norwegische Aluminiumspezialist Hydro und der US-Zulieferer und Innenraumspezialist Johnson Controls ausgezeichnet. Hydro hat einen Weg gefunden, das Bruchdehnungsverhalten von Aluminium zu verbessern. Die Hydro-Alu-Legierung und der neue Fertigungsprozess ermöglichen Design und Bau komplexer, großformatige Karosseriebauteile aus einem einzigen Aluminiumblech, einer einzigen Legierung, bei geringeren Montagekosten zu realisieren. JohnsonControls wurde für die Entwicklung eines neuen Sitzkonzepts, den ComfortThin-Sitz ausgezeichnet. Das neue Sitzkonzept zeichnet sich dank seiner 100 % recyclingfähigen Taschenfederkerntechnologie um ein bis zu 20 % geringeres Gewicht gegenüber einem Sitz aus herkömmlichen Schaumpolstern aus. Zusätzlich hat der Sitz ein schlankeres Profil, so dass bei gleichen Platzverhältnissen und Komfort für die Insassen ein Fahrzeug um 35 mm kürzer ausfallen kann, was einer Gewichtsersparnis von weiteren 4,5 kg entspricht. Der eigens aus den USA angereiste Vice President Johnson Controls and President Johnson Controls Automotive Seating, Dr. Beda Bolzenius, hat den ÖkoGlobe entgegengenommen. "Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung unseres ComfortThin-Sitzes mit dem renommierten ÖkoGlobe. Mit dieser umweltfreundlichen Technologie beschreiten wir im Sitzdesign neue Wege", sagte Dr. Bolzenius. "Nachhaltige Mobilität ist eine der strategischen Top-Prioritäten von Johnson Controls. Wir arbeiten kontinuierlich an umweltfreundlichen Innovationen."[image_2] Die Continental AG wurde für die Entwicklung und Produktion des Bremsrekuperationssystems MK 100 ESC Hybrid mit dem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Wichtiges Kriterium beim MK 100 ESC Hybrid ist seine Massenmarkttauglichkeit. Das Conti-Rekuperationssystem überzeugt im Vergleich zu anderen Systemen durch seine niedrigen Kosten. "Nur wenn es gelingt Nachhaltigkeits-Innovationen auch finanziell erreichbar für die Menschen zu machen, werden sie erfolgreich", so Jury-Sprecher Dudenhöffer, "Das hat uns als Jury überzeugt."Start-Up ÖkoGlobe für Urban-e Erstmals wurde in diesem Jahr ein ÖkoGlobe für junge Unternehmen verliehen. "Gerade junge Unternehmen haben nur beschränkten Zugang zu Kapitalmärkten und können daher nur in kleinerem Rahmen investieren. Deshalb ist es wichtig, ihre Leistungen eigenständig zu würdigen", so die ÖkoGlobe-Jury. Der Start-Up-Preis ging an das im Jahr 2009 gegründete Berliner Jungunternehmen Urban-e. Es wurde für sein Elektro-Lastendrad iBullit, das mit eigener Photovoltaikanlage durch Solarenergie gespeist werden kann, ausgezeichnet. ÖkoGlobe für Wirtschaft und Kultur an Reinhild Würth Der ÖkoGlobe für Wirtschaft und Kultur ging an Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth. Der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe baute aus der 1945 gegründeten Schraubengroßhandlung seines Vaters die Würth-Gruppe auf. Heute ist der Weltmarktführer für Montage- und Befestigungsmaterial mit über 400 Gesellschaften in 84 Ländern aktiv, beschäftigt mehr als 65 000 Mitarbeiter und erzielt rund 10 Mrd. EUR Umsatz. Nachhaltigkeit ist die Schlüsselmaxime für Reinhold Würth - im Sinn von bleibenden Werten hat er sie in seinem Lebenswerk als Unternehmer, aber auch durch sein gesellschaftliches Engagement verwirklicht. Seine Sammlung umfasst über 15 000 Kunstwerke und wird der Öffentlichkeit in vier Museen in Deutschland bei kostenfreiem Eintritt sowie europaweit in zehn Kunstdependancen gezeigt. ÖkoGlobe Politik und Wissenschaft an chinesischen Wissenschaftsminister und italienische Umweltministerin Ebenfalls einen Ehren-ÖkoGlobe erhielten in Köln die italienische Politikerin Stefania Prestigiacomo sowie der chinesische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Wan Gang. Prestigiacomo war frühere italienische Umweltministerin. "Sie hat unter anderem dafür gesorgt, dass die Plastiktüte in Italien verschwand und so das Mittelmeer wieder atmen lassen", so der Aktionskünstler HA Schult. Der chinesische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Wan Gang hat sich große Verdienste bei der Abwasserreinigung und der Elektromobilität erworben. "Für uns ist China nicht nur der große Zukunftsmarkt für die Automobilindustrie, sondern auch für den ÖkoGlobe. Deshalb sind wir stolz, Wan Gang auszeichnen zu können", so ÖkoGlobe-Gründer HA Schult.[image_3_right] ÖkoGlobe für Prof. Dr. Bruno Braun Der ÖkoGlobe 2012 fällt mit dem 140-jährigen Bestehen des TÜV-Rheinland zusammen, ein Unternehmen, das durch keine Persönlichkeit so geprägt wurde wie Prof. Dr. Bruno Braun, dem heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden. Braun ist leidenschaftlicher Ingenieur, der frühzeitig die Globalisierung des TÜV-Rheinland eingeleitet hat. Seine Vision, eine wissensgeprägte Prüfgesellschaft, die weltweit Sicherheit und Umweltverträglichkeit von technischen Produkten prüft und zertifiziert ist umgesetzt. Der TÜV Rheinland beschäftigt weltweit 16 000 Mitarbeiter und ist an 500 Standorten in 65 Ländern auf allen Kontinenten vertreten. Bruno Braun wurde mit dem ÖkoGlobe für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Fakten zum ÖkoGlobe Der ÖkoGlobe ist der erste internationale Umweltpreis für die Mobilitätsindustrie und wird durch die DEVK Versicherungen, den TÜV Rheinland, den Aktionskünstler HA Schult in Zusammenarbeit mit dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen verliehen. Initiiert wurde der ÖkoGlobe 2007 vom Aktionskünstler HA Schult. Die Mitglieder der ÖkoGlobe-Jury sind: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, TÜV RheinlandProf. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Universität Duisburg-EssenEngelbert Faßbender, Mitglied des Vorstands, DEVK VersicherungenMatthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, ThüringenProf. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin DIW, Berlin.HA Schult, Aktionskünstler Übersicht der Preisträger 2012 Autobauer Innovation Renault Zero-Emission-Strategie bei größter Elektrofahrzeugflotte Daimler Höchste Innovationsdichte bei Umwelt und Sicherheit: Forschungsfahrzeug F 125! Toyota Toyota Prius Plug-in Volvo Volvo V60 Plug-in-Hybrid Ford 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Motor mit Benzindirekteinspritzung BMW, Sixt, DriveNow CarSharing-Modell DriveNow Volkswagen, Deutsche Post DHL Forschungsfahrzeug: eT! Zulieferer Innovation Norsk Hydro ASA Aluminium-Blechwerkstoff 6-30+ Johnson Controls Extra dünne/leichte Autositze "ComfortThin-Technologie" Continental Neues Hybrid-Rekuperationsbremssystem MK 100 ESC Start-up Innovation Urban-e / eMobility Consulting iBullit - Elektro-Lastenrad mit Solarpanel

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