04.06.2013

Universität Rostock

10 Mio. Euro für bahnbrechende Forschungen

DFG fördert Physik-Sonderforschungsbereich Licht und Materie

Die Universität Rostock erhält erneut eine millionenschwere Förderung für ihre physikalische Grundlagenwissenschaft. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am Donnerstag (23.05.2013) beschlossen, dem hochkarätigen Sonderforschungsbereich SFB 652 (Starke Korrelationen und kollektive Phänomene im Strahlungsfeld: Coulombsysteme, Cluster und Partikel) eine Förderung über 10 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zukommen zu lassen. Damit ist diese zukunftsweisende Forschung bereits mit insgesamt über 25 Millionen Euro gefördert worden. „Das allein zeigt schon, welches Juwel wir mit diesem Sonderforschungsbereich in Rostock haben“, gratulierte Rektor Professor Wolfgang Schareck. 2015 wird der SFB einen eigenen interdisziplinären Forschungsbau auf dem Campus Südstadt beziehen, der vom Bund für 20 Millionen Euro errichtet wird.

Im SFB 652 wird das Zusammenspiel von Licht und Materie untersucht. „Wir erzeugen intelligentes Licht, mit dem sich der Eintrag und Transport von Energie in Materie steuern lässt“, erklärt Karl-Heinz Meiwes-Broer, Sprecher des Projektes. Das Vorhaben ist von enormer Tragweite. Es reicht von der Nanowelt, molekularen Systemen und der Quanteninformation bis hin zu Vorgängen im Inneren von Planeten. Mit der Förderung werden mehr als 30 Doktorarbeiten, neue Laser und Hochleistungscomputer finanziert.

Die Forscher arbeiten intensiv mit Wissenschaftlern im In- und Ausland zusammen und verwenden Röntgenlaser sowie ultrakurze Lichtimpulse, um fundamentale Fragen des Zusammenspiels von Licht und Materie zu beantworten. Damit könnten in Zukunft effizientere organische Solarzellen, mit Licht getriebene Teilchenbeschleuniger oder superschnelle Quantencomputer entwickelt werden.

Der SFB „Licht und Materie“ arbeitet eng mit dem Department Licht, Leben und Materie der Universität Rostock sowie mit ortsansässigen Instituten und Firmen aus der Laserbranche zusammen. Beteiligt sind auch Wissenschaftler des Instituts für Chemie in Rostock sowie des Instituts für Physik in Greifswald.

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