18.03.2014

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

13. Fachtagung Rapid Prototyping an der HAW Hamburg

Am 28. März 2014 zeigt das Department Maschinenbau und Produktion in Kooperation mit der H&H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau mbH wieder neueste Entwicklungen des High-Tech-Fertigungsverfahren „Rapid Prototyping“. Diese Technologie ermöglicht eine schnelle Anfertigung von Musterbauteilen und spart hohe Produktionskosten beispielsweise im Fahrzeug- oder Flugzeugbau.

Die Themen der diesjährigen Fachtagung sind das Prototyping und das sogenannte Home-Fabbing, bei dem auch im eigenen Zuhause mit 3D-Druckern gearbeitet wird. Im Mittelpunkt der Tagung aber steht die generative Fertigung von einbaufertigen Werkstücken, das ist die schnelle und kostengünstige Fertigung von Prototypen, Artefakten, Werkzeugen und Endprodukten auf der Basis von rechnerinternen Datenmodellen. Der Tagungsleiter und Moderator Prof. Dr.-Ing. Günther Gravel beschreibt diese generative Fertigung wie folgt: „Es wird ein aktuelles Bauteil aus dem Flugzeugbau vorgestellt, das durch die generative Fertigung ganz anders ausgelegt werden kann und einfacher herzustellen ist. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf den großen konstruktiven Freiheiten, die die generative Fertigung auszeichnen.“

Gleich zu Beginn der Tagung wird ein brandneues Gerät vorgestellt, das durch die gleichzeitige Nutzung verschiedener Materialien beim Drucken Bauteile mit besonderen innovativen Eigenschaften herstellen kann. Bislang bekannt und in den Medien beschrieben sind einfache 3D-Drucker für den Privatbereich oder für öffentlich zugängliche Fabrikationslabore. Ein Tagungsbeitrag behandelt die Möglichkeiten und Ideen dieser Einrichtungen sowie der dazugehörigen Internet Community. Die Einsatzmöglichkeiten und Randbedingungen zur direkten Fertigung von Bauteilen für Flugzeuge sind Thema eines weiteren Praxisvortrags.

Zudem soll eine Betrachtung der Randbedingungen des 3D-Drucks aus juristischer Sicht darüber aufklären, welche Rechte die Urheber haben, wenn Modelle aus dem Internet kopiert werden. „Hier beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage: Wer darf eigentlich was für wen kopieren?“, so sagt Prof. Gravel weiter.

Interessierte haben die Möglichkeit, sich auf der Tagung kostenlos über die neuesten Entwicklungen in dieser Fertigungstechnik zu informieren und sich die begleitende Ausstellung anzuschauen.

Die 13. Fachtagung Rapid Prototyping findet statt:
Am Freitag, 28. März 2014, ab 13.30 Uhr
HAW Hamburg, Department Maschinenbau und Produktion
Berliner Tor 21, Aula, 20099 Hamburg

Quelle: