3.285 Unternehmen präsentieren komplettes Leistungsspektrum der internationalen Kunststoff- und Kautschukbranche

Zur K 2016 in Düsseldorf stehen Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz im Mittelpunkt

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Ihr komplettes Leistungsspektrum und die ganze Vielfalt innovativer Anwendungen präsentiert die Kunststoff- und Kautschukbranche auf ihrer weltweit wichtigsten Messe, der K 2016 vom 19. bis 26. Oktober in Düsseldorf. 3.285 Aussteller von allen Kontinenten werden ihre neuesten Entwicklungen für alle Industriebereiche vorstellen. Die Netto-Ausstellungsfläche liegt bei 173.966 Quadratmetern, das Düsseldorfer Messegelände mit allen 19 Hallen ist komplett ausgebucht. Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, sieht den bevorstehenden acht Messetagen mit Freude entgegen: „Morgen nimmt die größte Kunststoff-Fabrik der Welt in Düsseldorf ihre Arbeit auf, jetzt zeigen die Aussteller, was sie seit vielen Monaten geplant und entwickelt haben. Und einmal mehr wird deutlich werden, dass nirgendwo auf der Welt die Bandbreite der Rohstoff-, Verarbeitungs- und Anwendungstechnik so vollständig zu erleben ist wie auf der K in Düsseldorf. Die Neuheiten, die hier präsentiert werden, sind nicht nur von Interesse für die kunststoff- und gummiverarbeitenden Betriebe in der Welt, sondern auch für die Experten aus der Automobil und Luftfahrtindustrie, der Verpackung, der Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikation, dem Bauwesen und der Medizintechnik. Wir rechnen damit, dass wieder über 200.000 Fachbesucher aus aller Welt die Chancen nutzen werden, die die K 2016 bietet.“

Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates der K 2016, sieht die Zukunft der weltweiten Kunststoff- und Kautschukindustrie optimistisch: „Natürlich gibt es aktuell auch schwierige Märkte, wie z.B. Russland und Teile Südamerikas. Doch in Europa, Asien und den USA stehen die Zeichen auf Wachstum.“ Vor allem im deutschsprachigen Raum verzeichnete die Branche ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2016 und ist auch für den Rest des Jahres zuversichtlich gestimmt. Reifenhäuser rechnet fest damit, dass von der K 2016 neue Impulse ausgehen werden: „Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Innovationen die Aussteller aufwarten werden! Im Mittelpunkt stehen Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz, neue Werkstoffe, Leichtbau und – das ist vermutlich das spannendste Thema - Industrie 4.0. Über Chancen und Herausforderungen der Produktionssysteme, die physische und virtuelle Systeme vernetzen, um effizientere und nachhaltigere Produktionsabläufe zu ermöglichen, werden wir auf der K 2016 hochinteressante Angebote an den Ausstellerständen erleben und zusätzlich anregende Vorträge und Diskussionen hören können.“

Weltweite Akzeptanz der polymeren Werkstoffe

Der weltweite Erfolg dieser Industrie zeigt sich vor allem am Wachstum des Einsatzes von Kunststoff und Kautschuk als Werkstoff, der von 1950 bis 2015 um durchschnittlich 8,5 Prozent pro Jahr gestiegen ist. Ganz so groß wie in den 1950er bis 1970er Jahren sind die Wachstumsraten heute nicht mehr, aber etwa 4 bis 5 Prozent pro Jahr sind seit der Jahrtausendwende noch immer zu verbuchen. Allerdings variieren sie je nach Region, Produkt oder Anwendung nicht unerheblich.

Kunststoffproduktion

Für das Jahr 2015 bezifferte der Erzeugerverband PlasticsEurope die weltweite Kunststoffproduktion auf 322 Millionen Tonnen. Knapp 270 Millionen Tonnen davon waren Kunststoff-Werkstoffe, das heißt Materialien, die zu Produkten aus Kunststoff verarbeitet wurden. Die übrigen rund 50 Millionen Tonnen wurden zur Herstellung von Beschichtungen, Klebern, Dispersionen, Lacken oder Farben verwendet. Im gleichen Zeitraum wurden nach Analysen der International Rubber Study Group IRSG weltweit fast 29 Millionen Tonnen Kautschuk hergestellt und verbraucht. Davon entfielen 12 Millionen Tonnen auf Naturkautschuk und knapp 17 Millionen Tonnen auf Synthesekautschuk. Inzwischen erzeugt Asien mit 49 Prozent Anteil knapp die Hälfte aller weltweit hergestellten Kunststoffe. Europa und Nordamerika halten 18 Prozent bzw. 19 Prozent Anteil an der Weltproduktion, auf den Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika entfallen zusammen 7 Prozent, auf Südamerika 4 Prozent und auf die ehemaligen GUS-Staaten 3 Prozent. Auch in der Kautschukproduktion dominiert Asien – traditionell mit 73 Prozent Anteil bei Naturkautschuk, aber inzwischen auch mit 61 Prozent bei Synthesekautschuk.

Produktion von Kunststoff und Gummimaschinen

Der Produktionswert der Kunststoff- und Gummimaschinen erreichte im Jahr 2015 weltweit ein Volumen von 33,9 Milliarden Euro (2014: 32,5 Milliarden Euro). Die europäischen Kunststoffmaschinenhersteller erwirtschafteten 40 (40) Prozent, entsprechend einem Produktionswert von 13,6 (13,0) Milliarden Euro. Wie Euromap, der Zusammenschluss von Maschinenbauern aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Spanien, der Schweiz und der Türkei, ermittelte, konnten die Europäer 2015 ihre führende Rolle mit knapp der Hälfte der Weltexporte halten. Trotz vieler Unwägbarkeiten erwartete Euromap für das Jahr 2016 eine weitere Steigerung der Weltproduktion um 3 Prozent auf 34,9 Mrd. Euro und ein Wachstum der europäischen Produktion um 2 Prozent auf 13,8 Mrd. Euro.

Europäische Kunststoffindustrie

Die Kunststoffindustrie in der EU28 erreichte im Jahr 2014 mit 1,45 Millionen Beschäftigten in 62.000 meist kleinen und mittelständischen Unternehmen nach von PlasticsEurope zusammengestellten Eurostat-Angaben einen Umsatz von 350 Milliarden Euro und trug 18 Milliarden Euro zum Handelsbilanzüberschuss der EU bei.

Kunststoff- und Kautschukindustrie in Deutschland

Im internationalen Standortwettbewerb behauptet sich die Kunststoff- und Kautschukindustrie in den drei deutschsprachigen Ländern nach wie vor gut. Sie ist seit Jahrzehnten in vielen Segmenten der Wertschöpfungsketten für Kunststoff und Kautschuk Technologieführer. Deutschland ist größter Einzelmarkt in Europa. Die Kennzahlen dieses Marktes: In Deutschland erzielte die Kunststoff- und Kautschukindustrie im Jahr 2015 einen Umsatz von knapp 103 Milliarden Euro. Mit fast 470.000 Beschäftigten hält sie als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige einen Anteil von 6 Prozent an der heimischen Industrieproduktion. 

In Deutschland wurden im Jahr 2015 nach Angaben von PlasticsEurope 18,5 Millionen Tonnen Kunststoff erzeugt. Die Umsätze der Kunststofferzeuger beliefen sich insgesamt auf 24,4 Milliarden Euro. Ausbringung und Umsätze bewegten sich in den letzten Jahren bei nur leichten Schwankungen auf konstantem Niveau. 

Der Kunststoff- und Gummimaschinenbau in den deutschsprachigen Ländern hält seit langem seine Position als Technologieführer in der Maschinen- und Verfahrenstechnik. Die Hersteller aus Deutschland schlossen das Jahr 2015 mit einem Produktionswert von 7,0 Milliarden Euro bei den Kernmaschinen und damit über dem bisherigen Rekordjahr 2013 ab. Mit 20,7 Prozent Anteil an der Weltproduktion rangierten sie hinter China (32,5 Prozent) auf Platz 2 und weit vor dem mit 7,8 Prozent drittplatzierten Italien. Im Welthandel führte der deutsche Maschinenbau mit 4,7 Milliarden Euro Exportwert und einem Anteil am Weltexport von 22 Prozent vor China (15 Prozent), Japan und Italien (beide 9 Prozent). Der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA rechnet für das laufende Jahr mit einer Umsatzsteigerung von real 2 Prozent. Für das Jahr 2017 wird ebenfalls ein Umsatzplus von 2 Prozent erwartet. 

Die deutsche Kunststoffverarbeitung erzielte 2015 einen Umsatz von 59,8 Milliarden Euro. Die Verarbeitungsmenge belief sich auf rund 13,6 Millionen Tonnen. Die Kautschukverarbeiter in Deutschland verarbeiteten 1,56 Millionen Tonnen Gummi und konnten Erlöse von 11,56 Milliarden Euro vorweisen. 

Laut kunststoffland NRW formen allein in Nordrhein-Westfalen rund 1.000 Unternehmen mit über 140.000 Beschäftigten, dazu Verbände und Einrichtungen aus Wissenschaft und Bildung, das Kunststoffcluster. Die nordrhein-westfälische Kunststoffindustrie exportierte 2015 Güter im Wert von knapp 24 Milliarden Euro, das ist ein Fünftel der gesamten deutschen Exporte in diesem Sektor. Rund 68 Prozent, also über zwei Drittel, werden in Länder der Europäischen Union geliefert, und umgekehrt stammen knapp 58 Prozent der Importe in Höhe von 17,0 Milliarden Euro direkt aus der Europäischen Union.

Weltpremieren

Mit einer Fülle von Weltpremieren wird die größte Ausstellergruppe der K, die Produzenten von Maschinen und Anlagen, aufwarten. Sie belegen rund zwei Drittel der gesamten Ausstellungsfläche und sind in den Hallen 1 bis 4 und 9 bis 17 zu finden. Neueste Entwicklungen der Polymerforschung stellen die Anbieter von Roh- und Hilfsstoffen vor – Werkstoffe, die durch gesteigerte Ressourceneffizienz zu einer ausgewogenen ökonomischen und ökologischen Balance beitragen. Die Hersteller von Halbzeugen, Technischen Teilen und verstärkten Kunststofferzeugnissen setzen mit ihrem vielfältigen Angebot mehr denn je auf energie- und umweltschonende Produkte, um anspruchsvollsten Anforderungen gerecht werden zu können. Die beiden letztgenannten Gruppen stellen in den Hallen 5 bis 8b aus.

Kontakt

Pressereferat K 2016
Tel.: +49-211-4560 240
Fax: +49-211-4560 8548

Informationen zur K 2016 unter