17.12.2010

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AGS: Prismensystem für mehr Präzision, schnellere Montage und höhere Stabilität beim Greifer-Bau

Die AGS Automation Greifsysteme Schwope GmbH meldet die Entwicklung eines völlig neuen Systems zum Bau von Greifern für Industrieroboter. AGS verbinde mit dem PreciGrip die verschiedenen Bauteile eines Greifers durch sein patentiertes Prismensystem.

Bislang würden Greifer laut AGS durch das sogenannte Nutensteinklemmen aufgebaut. Bei diesem Verfahren zum Zusammenbau von Profilen, Verbindungs- und Klemmstücken sowie Wirkelementen bliebe allerdings oft die Präzision auf der Strecke. Mehrere Schrauben müssten angezogen werden, womit es sehr schwierig würde, ein Teil exakt in seiner endgültigen Position zu arretieren. Während des Schraubenanziehens bewege sich ein Element häufig noch. Fehlstellungen seien daher die Folge. Mit dem Prismensystem PreciGrip von AGS könne dies nicht mehr geschehen. Durch die spezielle Hakenform werde immer gegen eine feste Kante angezogen und diese umschlossen. Verrutschen sei dadurch ausgeschlossen. Da nur eine einzige Schraube arretiert werden müsse, sei das Bauteil schnell fest und präzise angebracht.

Durch den besseren Sitz der Bauteile ergeben sich nach Angaben des Herstellers weitere Vorteile. Es könne eine höhere Kraft im Produktionsprozess ausgeübt und die Wirkelemente könnten präziser eingesetzt werden. Die Verbindung zu den Aktoren, wie Vakuumsauger, Greifzange oder Greiffinger, sei flexibel einstellbar. Durch die kleinen Hebel und die daraus resultierenden kleinen Drehmomente bestehe nur eine geringe Gefahr des Verstellens. Der gesamte Greifer wird in 90 Grad Winkeln aufgebaut, was ihm zusätzliche Stabilität verleihen soll.

Mit PreciGrip sollen sich außerdem jederzeit nachträglich Bauteile im Inneren eines Greifers anbringen lassen. Um bei herkömmlichen Systemen Elemente in der Mitte des Greifers zu ergänzen, müssen laut AGS meistens die äußeren Teile entfernt werden. Dann erst lasse sich ein neues Element hinzufügen. Beim AGS-Patent werde das Teil einfach nur an der gewünschten Stelle aufgesteckt und dann angezogen. Damit spare der Anwender viel Zeit und arbeite präziser. Auch die zuvor entfernten Bauteile müssten nicht erst wieder mühevoll justiert und befestigt werden.

Insgesamt sollen das neue System zahlreiche Vorteile bringen: schnellere und präzisere Montage, mehr Stabilität des Greifers sowie die Möglichkeit, nachträglich Teile im inneren Bereich des Greifers anzubringen - ganz ohne die äußeren Elemente zu entfernen. "Wer unser System nutzen möchte", erklärt AGS-Geschäftsführer Franz Schwope, "muss nicht sofort alles umrüsten. Das Prismensystem ist kombinierbar mit allen rund zu klemmenden Bauteilen wie Greifarmen, Greifzangen und Greiffingern."