08.09.2015

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AKG Polymers: Übernahme des niederländischen Kunststoff-Recyclers durch den französischen Mischkonzern Veolia

Die Veolia Environnement S.A. meldet den Kauf des Polypropylen-Recyclers und -Compoundeurs AKG aus Vroomshoop im Nordosten der Niederlande. Durch Übernahme von fast 100 Prozent der Anteile an der Holding AKG Kunststof Groep BV von dem bisherigen Alleingesellschafter, der Investmentgesellschaft Wadinko NV, erwirbt Veolia die gesamten Recycling- und Compounding-Aktivitäten von AKG, welche in der AKG Polymers BV zusammengefasst sind. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die im Vergleich dazu kleineren Aktivitäten im Bereich der Kunststoff-Verarbeitung, wie z.B. AKG Mouldings (Spritzguss) und AKG Hortiproducts (Pflanzenbehälter), verbleiben bei Wadinko, einem auf mittelständische Firmen in der Region spezialisierten Investor. Ebenso bleibt Wadinko - mit einem kleinen Anteil - Minderheitsgesellschafter bei der AKG Polymers und erhält einen Sitz im Aufsichtsrat, um so die künftige Entwicklung von AKG weiterhin zu unterstützen.

AKG als künftiges Kompetenz-Zentrum für PP-Recycling
Im Jahre 2014 hat AKG den Angaben zufolge mit 53 Mitarbeitern rund 37.000 Tonnen Kunststoff-Rezyklate produziert und verkauft; damit wurde ein Erlös von rund 34 Mio. Euro erzielt.

Innerhalb der Veolia Gruppe, die sich - ausgehend von ihrem international starken Entsorgungsgeschäft - nach eigener Aussage noch stärker in der Kreislaufwirtschaft und damit im Recycling engagieren will, soll AKG eine tragende Rolle beim Aufbau und Ausbau der Aktivitäten im PP-Recycling spielen. Da AKG beim Ausgangsmaterial den Anteil von Post-Consumer-Abfällen inzwischen auf 90 Prozent gesteigert habe, passen die niederländischen Recycling-Spezialisten demnach gut in die Strategie von Veolia zur Expansion in diesem Bereich.

Obwohl AKG im Vergleich zu dem börsennotierten Großkonzern aus Paris winzig erscheint, ist die Firma somit wichtig für Veolia, um diesen neuen Markt zu erschließen, wie Antoine Frérot, CEO von Veolia betont. AKG solle innerhalb der Gruppe als "Centre of Expertise" fungieren und sein umfangreiches Knowhow rund um den gesamten Wiederaufbereitungsprozess inklusive Analyse, Sortier-Technologie, Rezepturen und Qualitätssicherung bei Veolia einbringen.

Über Veolia
Die Veolia Gruppe mit der börsennotierten Muttergesellschaft Veolia Environnement S.A. (Paris Euronext: VIE) hat ihren Sitz in Paris. Die geschäftlichen Schwerpunkte liegen in den drei Bereichen Wasser & Abwasser, Abfallwirtschaft und Energieversorung.

Mit nach eigenen Angaben über 179.000 Beschäftigten sei Veolia weltweit aktiv und erzielte damit im Jahre 2014 einen konsolidierten Jahresumsatz von 24,4 Mrd. Euro (vorläufige Zahlen).

Veolia formuliert als Unternehmen den Anspruch, ein "weltweiter Maßstab für optimiertes Ressourcenmanagement" zu sein. Nach Unternehmensangaben betrieb Veolia 2014 weltweit die Trinkwasserversorgung von 96 Mio. Menschen, die Abwasserentsorgung für 60 Mio. Menschen, erzeugte 52 Mio. MWh Energie und verwertete 31 Mio. Tonnen Abfälle. In Deutschland betreibt Veolia dazu u.a. bereits drei PET-Sortier- und Recycling-Anlagen.

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