11.05.2010

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ARA: Österreichs Sammelsystem für Verpackungen mit stabilen Quoten

Die ARA Altstoff Recycling Austria AG, Österreichisches Verpackungssammelsystem, gibt Entwarnung. Die Wirtschaftskrise konnte der Sammelleistung der Österreicherinnen und Österreicher nichts anhaben.

824.000 Tonnen erfasst
Insgesamt blieb die Erfassungsmenge im Haushalts- und Gewerbebereich mit 824.000 t auf gleichbleibend hohem Niveau wie 2008 (823.000 t). Während Kunststoffverpackungen mit +1,3 % und Altglas mit +1,2 % leicht im Plus lagen, verzeichnete die ARA bei Altpapier mit -1,6 % einen leichten Rückgang. Dieser betraf jedoch weniger den Verpackungsbereich, sondern hauptsächlich Werbematerialien, Zeitungen und Druckpapiere.

Verwertung zu 86 % stofflich
Von den 824.000 t Gesamtmenge wurden 2009 774.000 t wiederverwertet. 86 % davon wurden einer stofflichen Verwertung zugeführt. Der übrige Teil wurde als Ersatzbrennstoff energetisch verwertet. Die Differenz zur Erfassungsmenge ergibt sich aus planmäßig erfassten Getränkeverbundkartons, mitgesammelten Nicht-Verpackungen und Müll.

Implosion der Rohstoffmärkte
„Wirtschaftlich war der Jahresbeginn 2009 von einer Implosion der Rohstoffpreise auf den Weltmärkten gekennzeichnet. Die gesamte Abfallwirtschaft war bei Sekundärrohstoffen von massiven Preiseinbrüchen von bis zu 90 % betroffen. Vereinzelt musste für die Verwertung sogar zugezahlt werden. Durch den Wegfall der Verwertungserlöse waren wir gezwungen, trotz eines Einsparungsprogrammes von mehr als 10 Millionen Euro die Tarife anzuheben, was von der Wirtschaft aber verstanden und akzeptiert wurde“, beschreibt ARA Vorstand Ing. Werner Knausz das wirtschaftliche Umfeld.

Stabile Lizenzmengen, gestiegene Lizenzeinnahmen
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnten die Lizenzmengen um +0,3 % gesteigert werden. Im Bereich des Privatkonsums sind die Mengen sogar um 1,2 % gestiegen; in Gewerbe und Industrie um 1,6 % gesunken. Die Anpassung der Tarife führte zu einer Erhöhung der Lizenzeinnahmen von 141,2 Mio. € auf 161,2 Mio. €. Durch diese Mehreinnahmen waren die Erlösrückgänge auf den Altstoffmärkten gedeckt.

Weitere Informationen: www.ara.at