10.01.2012

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ARA: 140.000 Tonnen Kunststoffverpackungen in 2011 gesammelt

Laut aktuellen Zahlen der ARA Altstoff Recycling Austria AG, Österreichs führendem Verpackungssammelsystem, haben die Österreicherinnen und Österreicher ihre Verpackungsabfälle wieder verstärkt fürs Recycling getrennt.

Konkret landeten mehr als 140.000 Tonnen Kunststoffverpackungen in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken. Das entspricht einem Plus von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Auch Altpapier und Papierverpackungen erreichten 2011 demnach mit rund 600.000 Tonnen eine Steigerung von 1,3 %. Nur bei Metallverpackungen verzeichnete die ARA ein Minus von -2,3 % auf knapp über 30.000 Tonnen, ein Ergebnis leichterer Verpackungen sowie der Verschiebung zu anderen Verpackungsarten.

ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff analysiert: "Mit diesen Ergebnissen blicken wir zuversichtlich ins neue Jahr. Die Sammelmotivation ist weiterhin hoch, dazu haben neue Aspekte beigetragen: Früher war es die Vermeidung von Müllbergen, warum getrennt wurde. Heute ist man sich stärker denn je bewusst, dass Recycling das Klima schützt und durch Recycling wertvolle Ressourcen wiedergewonnen werden. Ressourcen, die auch Österreichs Wirtschaft dringend benötigt."

Tarifreduktionen für 2012
Trotz Steigerung bei den Sammelmengen senkt die ARA die Lizenztarife für 2012 (siehe auch plasticker-News vom 29.9.2011). Ab 1.1.2012 gelten die neuen ARA Tarife, die im Durchschnitt um 9 % niedriger ausfallen als 2011. Mit durchschnittlich 133 € Lizenzierungskosten pro Tonne Verpackungsmaterial liegen die ARA Tarife bereits um 57 % unter dem Vergleichswert von 1995.

Trenngedanke fest verankert
Dass das Trennen von Verpackungsabfällen ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens in Österreich ist, zeigt nach ARA-Angaben eine aktuelle repräsentative Umfrage des IMAS-Instituts. Danach halten 90 % der Befragten die getrennte Verpackungssammlung für sehr gut oder gut. Für die überwiegende Mehrheit der Befragten gehört die Mülltrennung demnach längst zum Alltag, nur 30 % sehen darin einen zusätzlichen Zeitaufwand. Die guten Absichten werden auch in die Tat umgesetzt: Erstaunliche 96 % sammeln ihre Verpackungen getrennt.