01.12.2011

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AVK: Verwertung von Faserverbund-Abfällen mit dem Recyclingsystem "CompoCycle" weiter wachsend

Seit 2010 existiert das weltweit erste Recycling- und Rücknahmesystem für Verstärkte Kunststoffe "CompoCycle". Dieses System, bei dem die AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Kooperationspartner ist, wurde von der Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft mbH in Kooperation mit der Holcim Deutschland AG entwickelt. Zajons bietet der GFK-Industrie neben einer 100%igen Verwertungsgarantie auch die Nutzung des Umweltlabels "CompoCycle".

Beim ersten "CompoCycle Day", zu dem Zajons am 10. November 2011 einlud, gab es neben der Besichtigung der beiden Aufbereitungswerke auch diverse Präsentationen und die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. Mehr als 30 Teilnehmer aus 5 Nationen folgten der Einladung nach Melbeck.

Auf der anschließenden Mitgliederversammlung, zu der Partner und Lizenznehmer des Labels geladen waren, konnte Erfreuliches berichtet werden. So ist die Menge der recycelten und verwerteten FVK-Produktionsabfälle seit Start des Systems im Juni 2010 von 113.000 kg auf 435.380 kg im Oktober 2011 gestiegen.

Insgesamt konnten somit seit Start von "CompoCycle" über 3 Mio. kg Produktionsabfälle und Rotorblätter recycelt werden. Die zu Stäuben zerkleinerten GFK- und CFK-Teile werden als Rohstoffsubstitut in der Zementindustrie eingesetzt. Ziel der Firma Zajons und Ihrer Partner ist es, die Recyclingmenge zu erhöhen und das Einzugsgebiet von "CompoCycle" auch europäisch weiter auszubauen. Mittelfristig soll, so die Prognose der Verantwortlichen, im Jahre 2014 die Anlagenauslastung insgesamt bei etwa 20 Mio. kg Faserverbundkunststoffe jährlich liegen.