30.08.2010

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Adval Tech: Gruppe wieder mit positivem Betriebsergebnis

Die Adval Tech Gruppe kann für das erste Semester 2010 erstmals seit Mitte 2008 wieder ein positives Betriebsergebnis ausweisen. Im Vorjahresvergleich steigerte die Gruppe die Gesamtleistung um 12%. Die wichtigsten Absatzmärkte haben sich seit dem Tiefpunkt im ersten Quartal 2009 kontinuierlich erholt. Dies trifft insbesondere auf den Automobilmarkt zu. Ebenfalls einen positiven Einfluss auf das Ergebnis hatten die schon früh eingeleiteten Massnahmen zur Ergebnisverbesserung.

Die Gesamtleistung der Adval Tech Gruppe lag mit 160,6 Mio. CHF um 12% über dem Wert des ersten Halbjahres 2009 (143,6 Mio. CHF). Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2009 entspricht dies einer Verbesserung von 4%. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen EBITDA war mit 12,0 Mio. CHF über drei Mal so hoch wie der entsprechende Wert des Vorjahres (3,6 Mio. CHF). Nach einem negativen Betriebsergebnis EBIT im Vorjahr (-9,5 Mio. CHF) hat Adval Tech mit 0,5 Mio. CHF im ersten Semester 2010 den Turnaround knapp geschafft. Das Unternehmensergebnis ist in der ersten Jahreshälfte 2010 mit -6,3 Mio. CHF zwar immer noch negativ (erstes Semester 2009: -13,4 Mio. CHF, zweites Semester 2009: -13,6 Mio. CHF), die Ergebnisverbesserung ist allerdings markant. Die für die Adval Tech Gruppe ungünstige Währungsentwicklung in Euro und US-Dollar hat das Ergebnis deutlich belastet.

Die konsequente Umsetzung der bereits 2008 und 2009 beschlossenen Massnahmen habe wesentlich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Adval Tech senkte die Mitarbeiterzahl von August 2008 bis Juni 2010 von 3.488 auf 2.523; der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung ging von 38 auf 35% zurück.

Konsequente Umsetzung der Marktstrategien
Dank der globalen Präsenz, die Adval Tech mit den Firmenübernahmen in den Jahren 2007 und 2008 erreicht hat - mit eigenen Produktionswerken und Vertriebsorganisationen in Europa, Asien und Amerika -, kann die Gruppe ihre Marktstrategien konsequent umsetzen. Von BMW hat Adval Tech den Auftrag zur Entwicklung und Produktion von zwölf Bauteilen für die neue Generation der 1er und 3er Baureihen erhalten. Die gemeinsam mit BMW entwickelten Bauteile werden ab 2011 in hoher Auflage produziert. Das Projektmanagement ist in Muri (Schweiz) stationiert, die Produktionswerkzeuge werden weitgehend in Haslach (Deutschland) und Suzhou (China) gefertigt. Die BMW-Montagebänder in Deutschland wird Adval Tech aus ihrem Werk in Szekszárd (Ungarn) beliefern, die Montagebänder von BMW in Asien und Südafrika aus dem Werk in Suzhou (China).

Einen weiteren Grossauftrag aus der Automobilindustrie hat Adval Tech im Juli 2010 erhalten. Für die grösste je von VW lancierte Plattform in Europa liefert Adval Tech Styner+Bienz über ThyssenKrupp Presta einen wesentlichen Anteil am Lenksystem. Hergestellt werden die Baugruppen im Werk Uetendorf.

Dank einem Kooperationsvertrag mit der amerikanischen Anchor Manufacturing Group in Cleveland, Ohio, und der in diesem Zusammenhang gegründeten neuen Tochtergesellschaft (Styner+Bienz US Inc.) kann die Adval Tech Gruppe ihre global tätigen Kunden der Automobilindustrie nun auch aus den USA in der weltweit einheitlich definierten Qualität beliefern.

Ebenfalls weit fortgeschritten sind die Aktivitäten von Adval Tech zum Aufbau von globalen Produktionsplattformen für die Division Medical in China und Mexiko.

Segment Automotive mit deutlicher Leistungssteigerung
Die Halbjahresgesamtleistung des Segments Automotive liegt um 29% über dem Vorjahreswert und 9% über dem entsprechenden Wert des zweiten Halbjahres 2009. Besonders stark war die Umsatzentwicklung bei den Applikationen für Airbags, ABS und Autolampen. Auch der EBITDA ist an allen Standorten des Segments deutlich gestiegen.

Unterschiedliche Entwicklungen im Segment Medical & Consumer Goods
Im Segment Medical & Consumer Goods liegt die Gesamtleistung des ersten Halbjahres um 4% hinter dem Vorjahreswert und um 1% hinter der Gesamtleistung für das zweite Semester 2009 zurück. Während das Komponentengeschäft gegenüber dem Vorjahr um 20% zugenommen hat, musste Adval Tech im Geschäft mit Spritzgiesswerkzeugen den erwarteten Rückgang hinnehmen.
Dazu beigetragen haben insbesondere die Ende 2009 erfolgte Redimensionierung der Aktivitäten zur Herstellung von Spritzgiesswerkzeugen am Standort Muri und der nach dem Rekordjahr 2009 erwartete Rückgang an Werkzeugverkäufen für die eigene Komponentenfertigung im Bereich Medizinaltechnik. Der EBITDA des Segments liegt für das erste Semester 2010 nur leicht hinter dem Wert für das erste Semester 2009 zurück.

Ausblick
Die flexible Anpassung von Strukturen und damit der Kosten an die Marktgegebenheiten hat für Adval Tech nach wie vor Priorität. Erweist sich die Marktentwicklung auch für den zweiten Teil des Jahres als einigermassen stabil, rechnet Adval Tech mit einer weiteren leichten Steigerung der Gesamtleistung und einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Adval Tech auf dieser Grundlage den Turnaround auf Stufe EBIT.

Über die Adval Tech Gruppe
Als global tätiger Technologie- und Prozesspartner legt Adval Tech den Fokus auf die sich gegenseitig ergänzenden Technologien Stanzen und Umformen von Metall sowie Spritzgiessen von Kunststoff. In ausgewählten Märkten der Automobil-, Medizinaltechnik- und Konsumgüterindustrie gehört Adval Tech zu den führenden globalen Anbietern von Serienteilen, Baugruppen, Systemen, Werkzeugen und Anlagen. Als Zulieferer und Wertschöpfungspartner deckt Adval Tech die gesamte Wertschöpfungskette ab: vom Produktdesign und der Entwicklung von Serienteilen über die Konstruktion und den Bau der dazu notwendigen Werkzeuge und Formen bis zu ganzen Produktionssystemen und der daraus resultierenden Fertigung von Komponenten. Auf den Märkten tritt Adval Tech unter den Namen AWM, FOBOHA, OMNI, QSCH, Styner+Bienz und Teuscher auf.