26.05.2010

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AgPU: Cape Town Stadion mit 35.000 m² PVC-Membranen

AgPU: Dach des Cape Town Stadions mit 35.000 qm PVC-Membranen

Während die deutsche Fußballnation den Ausfall Michael Ballacks beklagt, fiebert die restliche Welt dem WM-Anpfiff in Südafrika entgegen. Schon am ersten Spieltag steht dann ein architektonisches Meisterwerk im internationalen Rampenlicht: das neue Cape Town Stadion, Austragungsort für acht WM-Spiele. „Einmalig ist das geschwungene Glasdach mit seiner untergehängten Dachkonstruktion aus PVC-Gittermembranen. Genau wie bei den Stadiondächern in Hamburg und Stuttgart verbinden die hoch reißfesten leichten Membranen auch in Kapstadt hohe ästhetische Ansprüche mit enormer Leistungsfähigkeit“, schwärmt Werner Preusker, Sprecher von PVCplus in Bonn. Obwohl die Sportstätte mit ihren 68.000 Sitzplätzen zu den ganz großen ihrer Art gehört, fügt sie sich mit ihren geschwungenen Formen respektvoll in die Landschaft zwischen Tafelberg und Atlantik ein. Nicht ohne Grund wird das Stadion schon heute liebevoll „Die Diva von Kapstadt“ genannt.

Know-how aus Deutschland
Viele deutsche Experten und Unternehmen trugen zur Realisierung dieses einzigartigen Multifunktions-Stadions bei, angefangen bei der Planung durch die Architektensozietät gmp – von Gerkan, Marg und Partner – bis zur Tragwerksplanung für Dach und Fassade durch das Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner (sbp). „Zwei wichtige Kriterien haben sich auf den Entwurf des Bauwerkes ausgewirkt: zum einen die von der Stadt begrenzte Höhe des Stadions, zum anderen der dominierende Einfluss der horizontalen Silhouette des Tafelberges“, erklärt Knut Göppert, Geschäftsführer von sbp. Das Ingenieurbüro aus Stuttgart war bereits für 25 andere Stadionprojekte verantwortlich.

Gläserne Perle am Atlantik
Besonderes Augenmerk galt dem Erscheinungsbild des Stadiondaches. Schließlich wird es von vielen Punkten der Stadt und den höher gelegenen Vierteln in Greenpoint deutlich wahrgenommen. Ergebnis ist eine einzigartige Dachkonstruktion aus Druckring, hängendem Seilnetz und einer darauf installierten Fachwerkträgerkonstruktion. Benötigtes Know-how kam auch hier aus Deutschland, diesmal von der Firma Pfeifer Seil- und Hebetechnik. Sie deckte das Stahlgerüst mit 38.000 m² speziell emailliertem Verbundsicherheitsglas ein und realisierte außerdem die Seilkonstruktion des Daches.

Stabiler Schutz
Die Glaskonstruktion hält ein darunter installiertes leichtes Membrandach aus PVC-beschichtetem Gewebe von 35.000 m² Größe, das die amerikanische Firma Birdair realisierte. Zwischen die Radialseile gespannt, filtert die extrem zugfeste Gitternetzmembrane nicht nur das Licht. Sie schluckt auch Schall und lässt das Dach optisch gut zur Geltung kommen. Außerdem bietet das teils lichtdurchlässige Material durch seine extreme Reißfestigkeit und Flexibilität zusammen mit dem Glasdach effektiven Schutz vor heftigem Wind, denn zu Sommerbeginn prallt der berüchtigte „Southeaster“ mit voller Wucht vom Tafelberg auf das 300 Meter lange Stadion herab.

Wechselnde Farbakzente
Die seitliche Hülle der imposanten Sportstätte in Kapstadt besteht aus einer vorgesetzten Stahlkonstruktion mit vertikalen und horizontalen Trägerelementen. Diese lineare Fassade ist in 14 horizontale Bänder gegliedert, die das Unternehmen Hightex aus Rimsting mit 27.000 m² silberfarbenen Gittermembranen aus Glasfasergewebe bespannt hat. Die Oberfläche des verwendeten Materials absorbiert und reflektiert die wechselnden Lichtstimmungen und setzt dadurch ständig neue Farbakzente: ein atemberaubender Anblick bei Tag und bei Nacht.

Weitere Informationen: www.agpu.com