10.02.2012

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Akro-Plastic: Ausstellung präsentiert Modelle von Mikro-Lebewesen aus recyceltem Kunststoff

Unterstützung für das Zentrum für Naturkunde und Mikroskopie in Maria Laach

Dass ausgediente Kunststoffverpackungen nicht nur in der gelben Tonne eine gute Figur machen, beweist der Schweizer Dr. Pedro Galliker mit seinen naturgetreu nachgebildeten Modellen von Mikro-Lebewesen aus recyceltem Kunststoff. Einen Teil der bereits in bekannten naturhistorischen Museen in Europa ausgestellten Exponate konnte jetzt das Museum Laacher See mit Unterstützung der Akro-Plastic für eine neue Dauerausstellung erwerben.

Dr. Andreas Braun, Geologe und Paläontologe, und die Volkswirtin Armyna Rätz übernahmen vor etwas über einem Jahr das in unmittelbarer Nähe zum Laacher See gelegene Naturkundemuseum, welches zur bekannten Abtei Maria Laach gehört. 1953 von den Benediktinern als Begegnungsstätte für internationale Jungendfreizeiten, Exerzitien und Tagungsstätte erbaut, gestaltete in den 1980er Jahren der Präparator Klaus Ullenbruch das Haus in ein Naturkundemuseum um. Hier fanden zunächst hauptsächlich die von ihm kunstfertig präparierten Tiere Platz. Durch seine Lage mitten im Laubwald mit ehrwürdigen Beständen an Buchen und Eichen direkt vor der Tür, lädt das Museum zur praktischen Naturkunde vor Ort direkt am lebenden Objekt ein. Das gesamte Museum beruht auf der aktiven Einbeziehung der Besucher.

Der Mikroskopie will man nun unter der neuen Leitung des Hauses einen besonderen Stellenwert innerhalb des Museums einräumen. Zahlreiche Stationen in dem Museum laden zum aktiven Mitmachen und Forschen ein.

Jugendliche spielerisch für die Forschung begeistern
Auch bei der Akro-Plastic, spezialisiert auf innovative und anwendungsorientierte Kunststoffcompounds, legt man großen Wert auf die Forschung. "Bereits Kinder und Jugendliche spielerisch für die Forschung zu begeistern ist uns ein großes Anliegen", so Leander Bergmann, Leiter Marketing bei der Akro-Plastic und dreifacher Familienvater. "Auch bei uns in der Produktion in Niederzissen haben wir immer wieder Schulklassen zu Besuch, die etwas über den Werkstoff Kunststoff und seine Veredelung erfahren möchten. Außerdem ist es uns wichtig darüber aufzuklären, dass Kunststoffe, nicht wie oftmals öffentlichkeitswirksam dargestellt, die Umwelt belasten. Als Ersatzwerkstoff für zahlreiche traditionell aus Metall hergestellte Bauteile sind technische Kunststoffe eine ökologisch sinnvolle, da Energie und CO2 einsparende Alternative. Die Umweltproblematik ergibt sich hauptsächlich aus nicht fachgerecht entsorgten Verpackungsmaterialien", erklärt Bergmann. Das Museum zeigt eindrucksvoll, was aus "Müll" sonst noch zu machen ist - künstlerisch und pädagogisch wertvolle Exponate.

Ausstellung "Welt im Mikroskop"
Das Laacher Zentrum für Naturkunde und Mikroskopie eröffnet die neue Ausstellung "Welt im Mikroskop" offiziell am Freitag, 30. März 2012. Schulklassen, Familien und weitere interessierte Besucher und Gruppen können dann auf Entdeckungsreise in die faszinierenden Mikrowelten gehen und bestaunen, wie ähnlich die aus "Abfall-Kunststoff" hergestellten Modelle dem natürlichen Vorbild sind.

Öffnungszeiten und Infos zu speziellen Workshops unter:
www.museum-laacher-see.de

Über Dr. Pedro Galliker
Dr. Pedro Galliker arbeitete als Biologielehrer am Gymnasium sowie als Mikrofotograf und Filmer. Dabei entdeckte er die Vorzüge moderner Kunststoffmaterialien für den Modellbau von Kleinstlebewesen. Nach seiner Pensionierung war er als Modellbauer und Ausstellungsmacher tätig. Seine Werke waren unter anderem im Zoologischen Museum Zürich sowie im naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt. Galliker ist Autor des Buches "Abenteuer Mikrowelt", erschienen im Haupt Verlag.