11.04.2014

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Alba: Konsolidierter Umsatz von 1,7 Mrd. Euro - Vernetzung der Geschäftsbereiche - Korrektur der Verpackungsverordnung gefordert

Der börsennotierte Umweltdienstleister und Rohstoffhändler Alba SE hat 2013 erfolgreich die Weichen für die Reorganisation der Unternehmensgruppe gestellt. Das teilte der Verwaltungsratsvorsitzende der Alba SE, Dr. Axel Schweitzer, anlässlich der Bilanzpressekonferenz mit. Schweitzer: "Vor dem Hintergrund sich massiv verändernder Märkte haben wir 2013 stark in die Neuausrichtung unserer Unternehmensgruppe investiert und werden 2014 den Prozess der Reorganisation fortsetzen. Die Eckpfeiler dieser Strategie sind: eine Vernetzung des klassischen Geschäftsbereiches Entsorgung und Kunststoff-/Papier-Recycling mit dem Bereich Stahl- und Metallrecycling, damit verbunden eine weitere Portfoliooptimierung und weitergehende Internationalisierung." Ziel des Managements sei es, durch die breitere Aufstellung neue Kundengruppen zu erschließen, Logistik und Prozesse zu optimieren und so bessere Roherträge zu erzielen.

Ergebnis des Geschäftsjahres 2013
Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Alba SE und die mit ihr verbundenen Tochterunternehmen einen konsolidierten Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro (Vorjahresvergleichswert: 1,9 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 26,2 Mio. Euro (i. Vj.: 68,1 Mio. Euro).

Das EBT ist mit Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 12,1 Mio. Euro belastet sowie Abschreibungen auf Firmenwerte nach IFRS-Bilanzierungsvorschriften in Höhe von 34,6 Mio. Euro und Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 5,9 Mio. Euro.

Bereinigt um diese Effekte erzielte die Alba SE im vergangen Jahr ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 10,5 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA beträgt 38,3 Mio. Euro.

Unbereinigt beläuft sich das EBT auf minus 42,1 Mio. Euro (i. Vj.: 37,8 Mio. Euro).

Schweitzer sieht dringenden Korrekturbedarf an Verpackungsverordnung
Als in Deutschland marktbeherrschendes Thema nannte Schweitzer die sich zuspitzende Situation bei den dualen Systemen. Schweitzer kritisierte, dass sich immer mehr Hersteller und Händler ihrer Verpflichtung zum ordnungsgemäßen Recycling entzögen: "Aus dieser Situation resultiert ein Wettbewerb mit teilweise marktverzerrenden Bedingungen. Mein dringender Appell an die politischen Entscheidungsträger ist, im Rahmen der siebten Novelle die Schlupflöcher in der Verpackungsverordnung endgültig zu schließen." Dabei gehe es um eine Abschaffung der Eigenrücknahme und striktere Regeln für die Branchenlösungen. Gleichzeitig appellierte Schweitzer daran, ein gut funktionierendes System mit hohen stofflichen Recyclingquoten nicht wegen betrügerischen Handelns Einzelner komplett in Frage zu stellen. "Weder haben wir das Problem, dass die Gelben Tonnen nicht abgeholt werden, noch haben wir ein Qualitätsproblem - es geht ausschließlich darum, dass alle Beteiligten auch wieder ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen."

Die Mengenmeldungen für die ersten beiden Quartale 2014 zeigten, wie nötig ein schnelles Einschreiten des Gesetzgebers sei. Die lizenzierte Menge an Leichtverpackungen (LVP) betrage gemäß den Mengenmeldungen nur noch knapp 760.000 Tonnen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 seien damit noch einmal 28 Prozent der LVP-Mengen abgemeldet worden. Gleichzeitig sei die Menge der Eigenrücknahme um 219 Prozent gestiegen. Auf das gesamte Jahr 2014 bezogen bedeute das bei einer über die gelben Sammelsysteme erfassten Menge von 2,4 Millionen Tonnen, dass nur noch für ein Drittel des Recyclings bezahlt werde.

Internationalisierung fortgesetzt
Schweitzer betonte, dass die Gruppe sich weiter international ausrichte. 2013 habe man in ein neues Tiefseeterminal in Amsterdam investiert, mit dem die Alba SE nun weltweit Stahlschrotte, Metalle, aber auch Papier und Kunststoffe exportieren kann. Das Terminal ist gut fünf Mal größer als das bisherige Exportterminal in Dordrecht. Auf dem Gelände können 200.000 Tonnen Material gelagert und Schiffe von bis zu 50.000 Tonnen Verladekapazität abgewickelt werden.

Ausblick
Das Management erwartet im laufenden Geschäftsjahr weiterhin anspruchsvolle Rahmenbedingungen in den Märkten, in denen die Alba SE und ihre Tochtergesellschaften tätig sind.

2014 rechnet das Management der Alba SE mit einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs im Markt des Verpackungsrecyclings im Segment Dienstleistung. Für das Segment Dienstleistung liegt der Fokus auf der weiteren Entwicklung neuer Geschäftsfelder, in neuen Märkten sowie der weiteren Internationalisierung.

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