27.08.2010

HELIX GmbH

Alles andere als eine glatte Sache

Mit den genuteten Schnecken-Zylinder-Paarungen der Helibar-Technologie ergeben sich für Extrusionsanlagen und Spritzgießmaschinen erhebliche Verfahrensverbesserungen gegenüber glatten Plastifizierzylindern. Diese Verfahrensverbesserungen beziehen sich auf den spezifischen Durchsatz, den Druckaufbau, die Massetemperatur, die Schmelzehomogenität und die Einzugszonenkühlung. Aus diesem Grund verschafft diese Plastifiziereinheit nicht nur OEM-Herstellern viele Vorteile bei neuen Extrusionsanlagen und Spritzgießmaschinen. Auch Verarbeiter nutzen diese als Ersatz für ihre Plastifiziereinheiten mit glattem Zylinder.

Die innengenuteten Zylinder und Barriereschnecken werden anwendungsspezifisch vom Entwickler der Helibar-Technologie, Dipl.-Ing. Eberhard Grünschloss, ehemaliger Abteilungsleiter am Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart, ausgelegt. Sie sind die wesentlichen Bestandteile der Helibar-Technologie, die der Wissenschaftler für Einschneckenextruder entwickelt hat. Die Helix GmbH, Zulieferer von Komponenten für Kunststoff- und Verpackungsmaschinen vertreibt die Helibar-Schnecken-Zylinder-Paarungen weltweit. Für die Herstellung dieser Zylinder hat Helix ein einzigartiges Verfahren geschaffen. Mit diesem können Nuten von mehr als 4.000 Millimeter Länge axial und gewendelt in die Zylinder eingebracht werden. Die Helibar-Zylinder stellt das schwäbische Unternehmen sowohl in nitrierter Ausführung als auch in Bimetall gepanzert her.

Wesentliche Verbesserungen
Mit der Helibar-Technologie verbessern sich zum Beispiel das Druckaufbauvermögen und die Förderwirkung. Denn das plastifizierte Material wird in den Nuten zusätzlich gefördert. Dadurch erhöht sich die spezifische Durchsatzleistung. Außerdem wird das Druckniveau im Feststoffkanal verringert. Das senkt den abrasiven Verschleiß im Feststoffbereich und reduziert die notwendige Kühlung. Bei gleichem Betriebsdruck ist beim Helibar-System auch ein deutlich reduzierter Druckverlauf im Vergleich zu konventionellen Extrudern mit glattem Zylinder zu erkennen.

Die genuteten Schnecken-Zylinder-Paarungen der Helibar-Technologie finden viele Einsatzbereiche. Angewendet wird sie zum Beispiel bei der Hochleistungsextrusion – bei der Rohr-, Profil-, Kabel-, Platten- und Blasfolienextrusion. Eingesetzt wird sie auch als Verfahrenseinheit für Blasformmaschinen, in Plastifiziereinheiten für Spritzgießmaschinen und zur Verfahrensverbesserung bei der Verarbeitung wandgleitender Schmelzen. Denn das „Verhaken“ des Feststoffs in den Nuten vermindert dieses Wandgleiten. Geeignet ist diese Technologie auch bei der Verarbeitung sehr empfindlicher oder reaktiver Thermoplaste oder bei der kostensparenden Verarbeitung von pulver- und grießförmigen Kunststoffen an Stelle von Granulatware.