20.03.2012

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Arburg: Continental gewinnt "Arburg Energieeffizienz-Award 2012"

Am 13. März wurde Continental, einer der weltweit führenden Automobilzulieferer, mit dem Arburg Energieeffizienz-Award 2012 ausgezeichnet. Diesen Preis verleiht Arburg einmal pro Jahr an ein Unternehmen, das sich wie der Spritzgießmaschinenhersteller umfassend und global mit dem Thema Energieeffizienz beschäftigt. Zu den Zielen von Continental gehört u.a. die Reduzierung der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs in der Produktion um circa 15 Prozent zum Jahr 2015. Im Spritzgießsektor wird auf elektrische Maschinen gesetzt, die die hohen Präzisionsanforderungen erfüllen, gleichzeitig den Energiebedarf senken und damit die Wirtschaftlichkeit der Spritzgießproduktion nachhaltig erhöhen können.

Mit rund 50 geladenen Gästen fand die Preisverleihung im Rahmen eines festlichen Abendevents am 13. März 2012 im Arburg-Stammhaus Loßburg statt. Continental wurde von einer Delegation der Continental Automotive GmbH in Babenhausen vertreten.

Gemeinsames Projekt ermöglicht effiziente Produktion
Bei der Laudatio hob Herbert Kraibühler, Arburg-Geschäftsführer Technik, neben den umfangreichen Umweltaktivitäten von Continental und den Investitionen in energieeffiziente Anlagen auch das hohe gegenseitige Vertrauen zwischen Continental und Arburg hervor: "Nur so hat sich z.B. die anspruchsvolle Herstellung eines optischen Teils realisieren lassen. Herausforderung waren die extremen Ansprüche an Teilequalität, Verfügbarkeit der Produkte und der Gesamtanlage sowie Ausschussminimierung. Dieses Projekt zeichnet sich durch hohe Produktionseffizienz aus, für die auch Energieeffizienz eine Rolle spielt."

Award als Anerkennung und Motivation
Im Namen von Continental nahm Karlheinz Boguslawski, Werkleiter in Babenhausen, den Preis von Michael Hehl, geschäftsführender Arburg-Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung, entgegen und betonte dabei: "Wir sind sehr stolz darüber, den Arburg Energieeffizienz-Award 2012 heute entgegennehmen zu dürfen. Die Anerkennung ist für uns eine weitere Motivation, bei der Herstellung innovativer Produkte auch umweltverträgliche Produktionsprozesse einzusetzen. Für mich persönlich, verantwortlich für den Continental-Standort in Babenhausen, ist es ein Beweis dafür, auf dem richtigen Weg für das Unternehmen und auch für die Umwelt zu sein."

Energiesparender produzieren
"Circa 15 Prozent des Energiebedarfs werden für die Herstellung unserer Kunststoffprodukte aufgewendet", beschreibt der Werkleiter die Situation in Babenhausen. "Deshalb ist auch der Beitrag der Maschinenlieferanten für die Energieeffizienz ein entscheidender Einflussfaktor. Schon bei der Beschaffung von Betriebsmitteln und Maschinen legen wir also großen Wert auf energieeffiziente Technologie. Mit den neuen Arburg-Maschinen steht uns ein wichtiges und mächtiges Werkzeug zur Verfügung, um noch energiesparender zu produzieren. Ziel für uns ist es, den Stromverbrauch pro hergestelltem Kunststoffartikel um mindestens zehn Prozent zu senken. Unsere Erwartungen sind hoch, auch noch weitere Produktionsprozesse zu optimieren. Aus meiner Sicht sind wir mit den Arburg-Maschinen auf dem besten Weg dahin", so Karlheinz Boguslawski.

Kooperationen führen zu innovativen Lösungen
Dem Anspruch der feierlichen Auszeichnung angemessen hatte Arburg mit Prof. Martin Bastian, Direktor des SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, einen branchenweit anerkannten Fachmann für einen Impulsvortrag über technologische Innovation als Schlüssel für Energie- bzw. Ressourceneffizienz gewinnen können. Dabei betonte Bastian, dass nachhaltig sinnvolle Fortschritte entsprechend der tatsächlichen Bedürfnisse des Marktes nur durch ehrliche, seriöse, technologische Innovationen erreicht werden können. Wichtig sei dabei die kontinuierliche Investition in die Innovationsfähigkeit, zu der Bildung und Vernetzung einen wichtigen Beitrag leisten würden. So ließe sich nur durch ein vertrauensvolles Miteinander zukunftsorientierte Lösungen für komplexe Fragestellungen finden.

Umweltschutz fest integriert
Die generelle Strategie von Continental beschrieb Karlheinz Boguslawski wie folgt: "Unser Handeln wird tagtäglich von vier sogenannten Megatrends bestimmt: sichere Mobilität, intelligentes Fahren, weltweite Mobilität und umweltfreundliches Fahren. Der Schutz der Umwelt ist somit fest in unser tägliches Handeln integriert. Unser Beitrag dazu sind unsere Produkte wie z.B. Hybrid- und Elektrosysteme, Motorsteuerungssysteme, rollwiderstandsarme Reifen sowie Telematik und Fahrerinformationssysteme. Für Continental ist bei der Herstellung der Produkte weltweit der verantwortliche Umgang mit Ressourcen und Energie ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt aufgrund der global und kontinuierlich steigenden Energiekosten sehen wir Energiemanagement als ein wichtiger Kosten- und somit Wettbewerbsfaktor."

Energieeffizienz bei Arburg immer ein Thema
Den hohen Stellenwert des Themas Energieeffizienz für Arburg betonte Michael Hehl in seiner Ansprache: "Einsparpotenziale hinsichtlich des Energieverbrauchs spielen unternehmensweit eine führende Rolle und sind seit Jahrzehnten sehr wichtige Aspekte bei allen Entwicklungen und Investitionen: bei unseren Produkten ebenso wie in der Fertigung und bei den Gebäuden."

Dazu nannte er folgende Zahlen: Im Jahr 2011 wurden z.B. 21,6 Prozent der benötigten elektrischen Energie selbst erzeugt, davon 15 Prozent mit Blockheizkraftwerken, fünf Prozent über Windenergie und 1,6 Prozent über Photovoltaik. Ein wichtiges Ziel für das Jahr 2012 sei die Einführung eines nach DIN EN ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems. "Auch im Produktbereich bauen wir unser Angebot an energieoptimierter Maschinentechnik kontinuierlich weiter aus, sodass mittlerweile immer mehr Allrounder das Arburg Energieeffizienz-Label e² tragen", so Michael Hehl.

Energiesparen weltweites Umweltziel des Konzerns
Auch bei Continental ist Energiesparen seit vielen Jahren ein Teil der Umweltpolitik und wird durch entsprechende Umweltziele des Konzerns weiter verfolgt. Weltweites Ziel ist, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß in den Werken jährlich um mindestens drei Prozent zu senken. Diese Quote gelte auch für den Wasserverbrauch und den Abfall. Bis 2015 strebt Continental eine Gesamtreduzierung von minus 15 Prozent des Energieverbrauchs bezogen auf die hergestellten Bauteile an. Bereits im Jahr 1996 erfolgte am Standort Babenhausen die Erstzertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001. Anfang 2011 wurde ein systematisches Energiemanagement gemäß DIN EN ISO 50001 flächendeckend und weltweit für alle Automotive Standorte gestartet. In der Continental Automotive Gruppe konnte von 2009 zu 2010 die Energieeffizienz bezogen auf hergestellte Teile um 16 Prozent gesteigert werden.

"Diesen Beitrag haben wir durch bestverfügbare Technik, sowohl im Produktionsbereich als auch in der infrastrukturellen Versorgung, erzielt", so Karlheinz Boguslawski. Diese zwei Säulen des Energiemanagements finden sich auch am Standort Babenhausen wieder und werden durch Einbindung aller Mitarbeiter in energiesparendes Verhalten zusätzlich unterstützt. Zu den zahlreichen Projekten in der Infrastruktur gehört das 2009 installierte Blockheizkraftwerk, mit dem schon sieben Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt wurden. Weitere Energiesparmaßnahmen sind die Installation von Wärmepumpen in Bürogebäuden, Klimaanlagen mit Wärmetauschern, die Energierückgewinnung bei der Hallenbelüftung und eine thermische Solaranlage für Duschwasser.