15.03.2013

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Arburg: Energieeffizienz-Award 2013 für Antriebs- und Steuerungs­technik-Spezialisten

Am 12. März 2013 wurde die AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG aus Kirchheim/Teck mit dem Arburg-Energieeffizienz-Award 2013 ausgezeichnet, teilt der Maschinen­bauer mit. Der Spezialist für innovative Antriebs- und Steuerungs­technik AMK setzt demzufolge in der eigenen Spritzerei nicht nur energie­optimierte Allrounder ein, sondern produziert damit auch Komponenten für Servomotoren, die wiederum einen entscheidenden Beitrag zur Energieeffizienz der elektrischen und hybriden Arburg-Maschinen leisten würden. Darüber hinaus verbindet AMK und Arburg eine starke Entwicklungspartnerschaft im Bereich spezifischer elektrischer Antriebe.

Der Arburg Energieeffizienz-Award wurde im Jahr 2008 aus der Taufe gehoben und wird seitdem einmal pro Jahr an ein Unternehmen verliehen, das das Thema Energie­effizienz innovativ, umfassend und global betrachtet. "Die Preisträger heben sich durch ihre Unternehmensphilosophie und -aktivitäten im Bereich Energieeffizienz besonders hervor", sagte Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung, in seiner Ansprache. Die Liste der bisherigen Award-Gewinner reicht von Wago und Tyco Electronics über Wild & Küpfer bis hin zur Lego Group und Continental.

Die Verleihung des Arburg Energieeffizienz-Awards 2013 fand im Rahmen eines festlichen Abendevents mit rund 50 geladenen Gästen im Arburg-Stammhaus statt. Dem besonderen Anlass entsprechend reiste eine siebenköpfige Delegation von AMK nach Loßburg, um den Preis entgegenzunehmen.

Enge Partnerschaft
Bei der Laudatio betonte Herbert Kraibühler, Arburg-Geschäftsführer Technik, dass der Gewinner 2013 diese Auszeichnung gleich in zweifacher Hinsicht verdient habe: "Mit AMK verbindet uns eine sehr enge Partnerschaft. Die Zusammenarbeit umfasst sowohl die konsequente Entwicklung und Umsetzung der energieeffizienten elektri­schen Antriebe an unseren Maschinen als auch der Einsatz und die optimierte Anwendung der Allrounder."

Die gemeinsame Entwicklungsarbeit im Antriebssektor begann vor fast 20 Jahren. Die Philosophie, neue Technologien hinsichtlich Energie- und Produktionseffizienz sowie Qualitätssteigerung voranzutreiben, vereint den weiteren Angaben nach die beiden Unternehmen und sei die Keimzelle für gemeinsame Innovationen, wie z.B. wassergekühlte Umrichter, gewesen. Bei der Entwicklung der elektrischen Allrounder sei AMK von Anfang an dabei gewesen.

Im Jahr 2007 folgte die Kooperation im Spritzgießsektor. Durch den Einsatz von Allroundern steigerte AMK demzufolge die Effizienz im Fertigungssektor durch Optimierung der Prozesse und der Qualität, Verkürzung von Durchlaufzeiten sowie Prozessumstellungen. Für die Fertigung von Statoren und Rotoren im Spritzgießverfahren wurde gemeinsam mit Arburg ein Produktionskonzept mit Automation entwickelt, mit dem die Effizienz der nachgelagerten Fertigung deutlich gesteigert werden konnte. Vorteile seien u.a. die gute Verbindung der Komponenten sowie die sichere, präzise und reproduziergenaue Herstellung der Bauteile, inklusive der automatisierten und dadurch kostengünstigen Weiterverarbeitung.

Energieeffizienz bei AMK
In seiner Rede betonte AMK-Geschäftsführer Eberhard Müller, dass die Auszeichnung für sein Unternehmen Bestätigung für das bisher Geleistete wie auch Ansporn für die Zukunft sei. "Es ist eine große Ehre für AMK, mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden. Er bestätigt unsere langjährige, selbstverständliche Handlungsweise und unsere Ziele, schonender und umweltverträglicher mit Ressourcen umzugehen. In der äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit mit Arburg, den gemeinsamen Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen wurden diese Ziele weiter verstärkt."

Das Thema Energieeffizienz spiele für AMK seit der Gründung 1963 eine wichtige Rolle und spiegele sich heute in allen Aktivitäten wider. Dazu zählen auch die Bereiche E-Mobility und regenerative Energieerzeugung und -speicherung. So gehören auch Solarwechselrichter zum Produktportfolio. Diese sind auch in der eigenen Photovoltaikanlage im Einsatz, die rund 80.000 kWh pro Jahr liefert. Zukünftige Ziele von AMK in Sachen Energie- und Produktionseffizienz seien bei den Produkten eine weitere Verbesserung der Wirkungsgrade durch neue Technologien und in der Produktion eine noch bessere Nutzung der Verlustwärme für Brauchwasser und Prozesswärme.

"Energieeffizienz als Lebensversicherung"
Bereichert wurde die Preisverleihung durch Prof. Christian Bonten, Leiter des Instituts für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart, der über Energieeffizienz als Schlüssel zu wirtschaftlich erfolgreichem gesellschaftlichem Wandel referierte. Dabei beleuchtete er den hohen Stellenwert der Energie als das knappste Gut auf der Welt. "Die konsequente Steigerung der Energieeffizienz ist unsere Lebensversicherung gegen steigende Energie- und Strompreise. Im Idealfall wird damit der Anstieg sogar kompensiert", so Bonten. Daher freue er sich sehr, dass sich Arburg dem Thema Energieeffizienz so sehr verschrieben habe und hoffe für die gesamte Welt, dass das Engagement von Arburg und dem diesjährigen Preisträger AMK viele Nachahmer finde.

Energieeffizienz bei Arburg
Den hohen Stellenwert des Themas Energieeffizienz für Arburg erläuterte Michael Hehl in seiner Ansprache. Als wichtigen Meilenstein nannte er die Zertifizierung nach ISO 50001, mit der sich Arburg zu einem effizienten Umgang mit Energie in allen Unternehmensbereichen verpflichte. Da Umweltschutz und schonender Umgang mit Ressourcen und Energie schon immer fest zur Unternehmenskultur gehöre, sei diese Zertifizierung und die Einführung eines Energiemanagementsystems ein logischer Schritt gewesen. Aufgrund der bisherigen Aktivitäten habe man nicht bei Null angefangen, sondern sich in diesem Sektor zielgerichtet weiterentwickelt. Ein wichtiger Bestandteil des Energiemanagementsystems seien geplante, detaillierte und fortlaufende Energiemessungen, um genau zu ermitteln, wo im energieintensiven Fertigungsprozess wie viel Energie eingesetzt bzw. verbraucht werde, um versteckte Einsparpotenziale zu erkennen.

Neben der Optimierung des Energiebedarfs gehört auch die Weiterentwicklung bei der Energieerzeugung zu den strategischen Zielen: So wurden 2012 die Photovoltaik-Anlagen um fast 50 Prozent und die installierte Gesamtleistung auf 845 kW Peak erweitert. Im Februar 2013 folgte die Inbetriebnahme eines dritten Blockheizkraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 637 kW, wodurch sich die Kapazität in diesem Sektor ebenfalls um fast 50 Prozent erhöht hat.

Weitere Informationen:
www.arburg.com, www.amk-antriebe.de, www.ikt.uni-stuttgart.de

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