22.09.2014

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Arburg: Potential des Additive Manufacturing im Automobilbau im Fokus

Welche Chancen bietet das derzeit mit hoher Aufmerksamkeit diskutierte Thema "3D-Produktion" dem Automobilbau? Wie ist der Stand der Dinge? Welche bahnbrechenden Entwicklungen gibt es? Zur Erörterung dieser Fragen nutzte das baden-württembergische Innovationsnetzwerk automotive-bw die Chance, mit Arburg, den Hersteller von industriellen Additive-Manufacturing-Systemen, sozusagen vor der Haustür zu haben. Zu einer Tagung seiner beiden TecNet-Gruppen "Leichtbau" und "Effizienztechnologien" besuchten mehr als 50 Mitglieder des Netzwerkes am 17. September 2014 den Maschinenbauer in Loßburg.

Das landesweite Netzwerk automotive-bw bildet einen repräsentativen Querschnitt der Fahrzeughersteller, Zulieferer, regionale Netzwerke und Kompetenzzentren, im Fahrzeugbereich tätigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen. Es fördert den Auf- bzw. Ausbau eines neutralen, unabhängigen Clustermanagements. Zielsetzung ist die nachhaltige Weiterentwicklung und Sicherung des Innovations- und Produktionsstandorts Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Produktion energieeffizienter Fahrzeuge.

Kunststoff-Freiformen und Leichtbau
Heinz Gaub, der technische Geschäftsführer von Arburg, hieß die Gäste nach einem optionalen Betriebsrundgang willkommen und gab in seiner Begrüßungsansprache einen kurzen Überblick über Geschichte, Philosophie und Ausrichtung des Spritzgießmaschinenbauers. Das Thema "Additive Manufacturing" stellt den jüngsten Höhepunkt der Entwicklungstätigkeit dar. Den Freeformer, das neue Produkt zur industriellen 3D-Produktion, und das dazugehörige Verfahren "Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF)" stellte Arburg auf der K-Messe im Oktober 2013 der Weltöffentlichkeit vor.

Dr. Oliver Kessling, Abteilungsleiter Kunststoff-Freiformen, führte mit seinem Vortrag in das Thema ein und beleuchtete den derzeitigen Stand der Entwicklungen, bevor sich die Teilnehmer im Freeformer Technologiecenter vor Ort selbst ein Bild machen konnten. Jürgen Schray, der stellvertretende Abteilungsleiter Anwendungstechnik, ergänzte die Technologievorstellung von Arburg mit einem informativen Überblick zum Thema "Leichtbau" aus Sicht des Maschinenbauers.

Vorträge von Daimler und Hochschule Esslingen
Das Vortragsprogramm rundeten Thomas Nesch von der Daimler AG und Prof. Dr.-Ing. Thomas Häfele von der Hochschule Esslingen ab. Thomas Nesch stellte aus Sicht eines Automobilbauers Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten von Additive Manufacturing dar. Prof. Dr.-Ing. Thomas Häfele wandte sich der Frage "Werkstoffparameter für die Digitalisierung in der Leichtbauentwicklung" zu.

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