25.10.2010

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Arburg: Premiere für neue Selogica-Features und große hybride Hochleistungsmaschine

Einfach und schnell zum Maschinenablauf
Mit einem eigenen Bereich auf dem Messe­stand für die Selogica möchte Arburg die Bedeutung der Steuerung, mit der mittlerweile nicht nur Maschinenabläufe, sondern ganze Produktionsanlagen mit zugeordneter Peripherie sowie auch Sechsachs-roboter programmiert und zentral bedient werden können, herausheben.Der auf der K erstmals vorgestellte Selogica-Assistent ist eine Mensch-Maschinen-Schnittstelle, die das menügeführte, begleitende Einrichten oder "Teachen" des gesamten Werkzeugablaufs erlauben soll. Der Maschinenbediener werde beim Rüstvorgang, so Arburg, aktiv unterstützt und buchstäblich "an die Hand genommen": Es seien nur noch fünf logische Schritte nötig, um zu einem kompletten Zyklusablauf zu kommen. Damit soll ein schnelles, einfaches und auch sicheres Einrichten der Allrounder ermöglicht werden, ohne dass der Bediener die Steuerung bis ins Detail kennen muss.Hidrive erweitert
Nach den großen hydraulischen Allroundern 920 S und Golden Edition ergänzt man das Großmaschinenprogramm um eine hybride Maschine. Der Allrounder 920 H möchte v. a. durch die große servoelektrische Kniehebel-Schließeinheit mit 5 000 kN Schließkraft für schnelle und gleichzeitig präzise Fahrbewegungen überzeugen. Kombiniert ist das Exponat mit einer hydraulischen Spritzeinheit der Größe 4 600 sowie adaptiver Hydraulikspeichertechnik. Auf der großen Hidrive-Maschine wird eine technische Anwendung aus dem Verpackungsbereich mit anspruchsvollen Werkzeugfeatures wie etwa Einfallkernen und multipler Schieberentformung laufen.Projekte und Anwendungen
Mit insgesamt zehn Exponaten, darunter zahlreichen Fertigungszellen, will Arburg sein Spektrum anwendungsorientierter, energieeffizienter Maschinenlösungen vorstellen. Dazu zählen schnelllaufende Verpackungsanwendungen aus dem Bereich Inmould-Labelling, Mehrkomponenten-Spritzgießen u. a. von Flüssigsilicon und Thermoplast, die Produktion eines Medizintechnikteils sowie Mikrospritzgießen mit dem neuen Mikrospritzmodul von Arburg, das eine 8 mm Schnecke zum Einspritzen mit einer zweiten Schnecke zum Aufschmelzen des Materials kombiniert.U. a. wird das vollautomatische Umspritzen von Kabeln auf einem vertikalen Allrounder 375 V und einem Kuka-Sechsachsroboter mit Selogica-Bedienoberfläche gezeigt. Der Spritzgießer kann hier die Roboterabläufe selbstständig programmieren, Rüst- und Schulungsaufwand sollen deutlich geringer sein; die Zykluszeiten sind ebenfalls kürzer. Das manuelle Vorbereiten und Einlegen der Kabel kann vollständig entfallen. Das Kabel wird als biegeschlaffes Teil in mehrere Kavitäten an jeweils frei wählbaren Positionen eingelegt.Als anwendungstechnisches Highlight wird die Produktion eines Drehwinkelsensors als Dreikomponenten-Bauteil mit eingelegtem Magnetsensor auf einem Allrounder 370 S mit 700 kN Schließkraft und drei Spritzeinheiten der Größen 70, 70 und 30 angekündigt. Das Bauteilkonzept wurde von der Oechsler AG in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunststofftechnik der Univ. Erlangen entwickelt, das Werkzeug selbst von Oechsler konzipiert und gebaut. Die Zuführung des Magnetsensors ins Werkzeug, die Teileentnahme sowie die Funktionsprüfung übernimmt ein Multilift V-Roboter in Längsaufbau. Technisch besonders interessant ist diese Anwendung auch durch die Magnetisierung des spritzgegossenen Magnets im Werkzeug. Die Selogica-Steuerung fasst dabei alle drei Spritzeinheiten wie auch das Robotersystem in einem Ablauf zusammen.Weitere Anwendungen zeigen die Produktion von Kernen und Griffen für Zahnbürsten auf einem elektrischer Allrounder 720 A mit 3 200 kN Schließkraft und einem 12-fach-Werkzeug von Zahoransky unter Verwendung der sogenannten SCPS- oder Paternoster-Technologie. Auf einem hydraulischen Allrounder 630 S mit 500 kN Schließkraft werden Deckel für Fünf-Gallonen-Wasserbehälter gespritzt. Der Druckverschluss mit Originalitätssiegel entsteht auf einem 8-fach-Würfelwerkzeug von Foboha.

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