22.09.2014

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Arkema: Kauf des Klebstoff-Herstellers Bostik geplant

Der französische Chemiekonzern Arkema meldete kürzlich, dass er mit dem Erwerb des Klebstoffspezialisten Bostik seine Marktposition als Hersteller von Spezial-Chemikalien stärken will. Den Angaben zufolge bietet dem Mutterkonzern Total - ehemals auch Muttergesellschaft von Arkema - für die vollständige Übernahme 1,74 Mrd. Euro; die Finanzierung der Akquisition soll bereits gesichert sein.

Bostik ist ein weltweit aktiver Hersteller von Industrieklebstoffen, Klebstoffen für textile, elastischen und keramischen Belägen sowie für Parkett, PUR-Schäumen, SMP-Dichtstoffen, Fugenmassen, Butylbändern, Abdichtungsprodukten und auch diversen Produkten für den Baubereich. Die Hauptaktivitäten konzentrieren sich auf Klebstoff- und Dichtstoffsysteme für Bau sowie Industrie, dabei insbesondere für Verpackungen, Solarenergie und Automobile.

Nach eigenen Angaben hat Bostik insgesamt rund 4.900 Mitarbeiter in rund 50 Ländern, die einen Umsatz von 1,53 Mrd. Euro im Jahr erwirtschaften. Damit sieht sich das Unternehmen im weltweiten Vergleich als die Nummer drei im Klebstoffbereich.

Arkema sieht in dem Kauf eine ideale Ergänzung und Erweiterung seines Spezialitäten-Bereichs, insbesondere im Segment der Hochleistungswerkstoffe, welches künftig 42 Prozent Umsatzanteil haben soll. Die Produktportfolios beider Unternehmen würden sich nicht überschneiden, es gäbe klar definierbare Synergien und die Unternehmenskulturen der Firmen seien durch die gemeinsame Historie im Total Konzern ähnlich, wie Thierry Le Hénaff, CEO von Arkema, erläutert. Vor allem aber passe Bostik genau in die seit 2006 verfolgte Strategie, ein weltweit führender Anbieter chemischer Spezialitäten zu werden.
Zudem sei Bostik in Wachstumsbranchen wie -märkten aktiv und die geschäftlichen Aktivitäten seien sowohl wenig kapitalintensiv und Konjunkturzyklen nur schwach unterworfen.

Aktuell hat Arkema - noch ohne Bostik - nach eigenen Angaben rund 14.000 Mitarbeiter in 40 Ländern, betreibt weltweit 10 Forschungszentren und erzielt dabei einen Jahresumsatz von 6,1 Mrd. Euro.

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