30.07.2013

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Arthur Krüger: Jürgen Krüger und sein Unternehmen werden 75 Jahre

Der Kunststoffhändler und -verarbeiter Arthur Krüger feiert in diesem Jahr gleich zwei Geburtstage. Jürgen Krüger, Enkelsohn des Firmengründers Arthur Krüger, und das in seinem Geburtsjahr 1938 gegründete Unternehmen Arthur Krüger werden 75 Jahre alt.

Am 18.11.1938 gründete Arthur Krüger zusammen mit seinem Sohn Werner die Arthur Krüger oHG, die den Handel mit Kunststoffen in Norddeutschland betrieb. Schnell wuchsen die Anforderungen der Kunden. Platten und Stäbe mussten nicht nur auf das gewünschte Maß gesägt werden. Kunden fragten verstärkt Fertigteile nach: Bohren, Fräsen, Schleifen, Polieren. Das Sortiment musste durch die rasante Weiter- und Neuentwicklung verschiedenster Kunststoffsorten ständig erweitert werden, aber auch die Kunststoffbe- und -verarbeitung wurden zum Motor für das stete Wachstum des Unternehmens.

Nach einer Lehre zum Feinmechaniker und einem anschließenden Wirtschaftsingenieurstudium trat Jürgen Krüger 1962 in die zur KG umgewandelte Arthur Krüger ein, die damals noch in Hamburg ansässig war. Er wollte aber nicht nur der Nachfolger des Großvaters Arthur und seines Vaters Werner sein. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, Kunststoffplatten durch Vakuumtiefziehen zu verformen. Hierzu reiste er u. a. in die USA, um sich dort die Technik des Thermoformens anzueignen. In den Vereinigten Staaten war die Kunststoffverarbeitung damals weiter entwickelt als in Deutschland.

Drei Jahre später wurde die erste Tiefziehmaschine angeschafft. Bis zum heutigen Tage stehen über 15 Anlagen am jetzigen Firmenstandort in Barsbüttel, im Osten von Hamburg. Die größte ist in der Lage, Platten von 3 300 x 2 200 mm zu verformen. Diese großformatigen Werkstücke finden ihre Anwendung in Abdeckhauben, Motorenverkleidungen, Bankenterminals usw.

Jürgen Krüger baute seine Betriebe auf mittlerweile fast 200 Mitarbeiter aus, wovon ein Drittel das Handelsgeschäft betreut. Der größere Anteil der Arbeitnehmer ist mit der Verarbeitung von Kunststoffen beschäftigt. Die im Werk 2 in Barsbüttel hergestellten Kunststofffertigteile werden bundesweit und im angrenzenden, deutschsprachigen Ausland vertrieben. Durch die Nähe zum Hamburger Luftfahrtzentrum hat sich das Unternehmen erfolgreiche Verbindungen zur stark wachsenden Luftfahrtindustrie geschaffen und stellt unterschiedliche Inneneinrichtungen für Flugzeuge her.

Von 1990 bis 1994 war Jürgen Krüger Präsident des GKV, des Gesamtverbands der kunststoffverarbeitenden Industrie, und warb in der Industrie für den Kunststoff als hochmodernen Werkstoff mit einer großen Zukunftsperspektive.

Jürgen Krüger versteht sich bis heute als Wegbereiter des Kunststoffs in seiner industriellen Anwendung. Er blickt auf über 50 aktive und erfüllte Jahre zurück. Seine Unternehmen sieht er gut bestellt. Tochter Carola Keller (geb. Krüger) und Sohn Nils Krüger seien nunmehr geschäftsführende Gesellschafter. Er selbst habe den Vorsitz im Beirat übernommen und behalte damit die strategische Kontrolle über die Firmengruppe. Somit finde er nun Zeit, sich um seine Familie, die vier Enkel sowie um seine Hobbys zu kümmern und seiner großen Leidenschaft nachzugehen: Urlaub auf seiner Trauminsel Irland. Am 24.08.2013 soll sein 75. Geburtstag im Kreis seiner Familie und Freunde in Dublin gefeiert werden.

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