19.02.2016

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Asahi Kasei: Japanischer Chemiekonzern startet Tochter in Mexiko - Kapazitätsausbau in den USA

Der japanische Chemiekonzern Asahi Kasei ist in Mexiko mit einer neuen Tochtergesellschaft für den Vertrieb von Kunststoff-Verbundwerkstoffen und den damit verbundenen technischen Service aktiv geworden.

In einer Pressemitteilung informierte der Konzern über den offiziellen Start der in Querétaro ansässigen Asahi Kasei Plastics Mexico. Das von der US-amerikanischen Konzerntochter Asahi Kasei Plastics North America (APNA) kontrollierte Unternehmen wurde bereits Mitte vergangenen Jahres gegründet und hatte im Herbst die Geschäftstätigkeit aufgenommen.

Mit der neuen Tochtergesellschaft reagiert Asahi Kasei auf die steigende Nachfrage nach Polypropylen-, Polyamid- und anderer Kunststoff-Compounds in Mexiko. Dabei wächst insbesondere der Bedarf in den dortigen Montagewerken US-amerikanischer, europäischer und japanischer Automobilkonzerne. Der Aussendung zufolge prüft Asahi Kasei auch die Ansiedlung eigener Produktionskapazitäten für Compounds in Mexiko.

Kapazitätsausbau in den USA
Bereits für Ende Februar kündigt Asahi Kasei unterdessen die Eröffnung eines neuen Werks für Kunststoff-Compounds in den USA an. Die Konzerntochter APNA hat am Standort Athens im Bundesstaat Alabama neue Anlagen mit einer Jahreskapazität von 30.000 Tonnen errichtet. Das Investitionsvolumen wurde in einer Pressemitteilung zur Grundsteinlegung vor anderthalb Jahren mit rund 30 Mio. USD beziffert. Bislang verfügte APNA über ein Werk in Fowlerville im Bundesstaat Michigan mit Kapazitäten für 105.000 Tonnen Compounds im Jahr.

Asahi Kasei berichtet für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahrs 2015/16 einen Rückgang des Konzernumsatzes um 1,5% auf 1.448 Mrd. JPY (11,438 Mrd. EUR). Dabei steig der operative Gewinn um 6,7% auf 127 Mrd. JPY (1 Mrd. EUR), während der Nettogewinn um 18,8% auf 72 Mrd. JPY (569 Mio. EUR) einbrach.

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