02.03.2010

www.plasticker.de

Ascon: Die Auferstehung der Sekundärrohstoffmärkte - Chance oder Export ohne Geld und Schiffe?

Die ASCON Gesellschaft für Abfall und Sekundärrohstoff Consulting mbH veranstaltet am 25. März 2010 in Bonn (Informationszentrum für Umwelt, Abfall und Recycling) eine Tagung zum Thema "Die Auferstehung der Sekundärrohstoffmärkte - Chance oder Export ohne Geld und Schiffe?"

Die Märkte China, Indien und Malaysia 2010
Jedes Jahr kurz nach dem chinesischen Neujahrsfest Ende Februar/ Anfang März treffen sich in den USA die europäische, amerikanische und chinesische Recyclingindustrie drei Tage, um sich über die Entwicklung und den Absatz der Recyclingkunststoffe auszutauschen. Herrschte beim letzten Treffen in Orlando beeindruckt vom Wirtschaftcrash eine gedrückte Stimmung, war hiervon in Austin Texas dieses Jahr nichts mehr zu spüren. Ein deutliches Plus bei den Teilnehmerzahlen und aufgehellte Minen auf der asiatischen Nachfragerseite verdeutlichen, wo es mit den Sekundärstoffpreisen und Mengen hin geht: nach oben. Die in Austin während der plast 2010 dieses Jahr präsentierten Zahlen des chinesischen Recycling Komitees CPPIA dokumentieren eindrucksvoll, welche Bedeutung der Kunststoffimport zukünftig für die Volksrepublik haben wird.

Fragt sich nur, ob es sich wieder um eine Blase handelt, die Spekulanten zu kurzen Gewinnen verhilft oder ob der langfristige Trend Stabilität in die amerikanischen und europäischen Abfallmärkte bringt? Denn unbestritten ist, dass der Bedarf und die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen gerade in China, Malaysia und Indien in den nächsten Jahren extrem ansteigen wird. Welche Bedeutung können diese Märkte für den Mittelstand haben? Ist der Export nur etwas für die ganz großen Player im Markt oder welche Vorraussetzungen müssen Unternehmen der Entsorgungswirtschaft erfüllen, um am Exportmarkt Asien teilzunehmen?

Die Teilnahme lohnt sich aber für alle, ob Global Player oder mittelständische Unternehmen nur, wenn die Nachfrage vorhanden ist und die Preise stimmen. In der Hauptexportfraktionen Kunststoff, Papier und Altmetall haben sich die Vorzeichen in den letzten Monaten deutlich verbessert und zu einem Anstieg der Marktpreise geführt. Doch verbleiben viele Fragezeichen im Markt.

Viele offene Fragen
Wie kann ich sicherstellen, dass ich mein Geld für die exportierten Sekundärrohstoffe tatsächlich bekomme und welche Instrumentarien halten die Banken dafür bereit? Um überhaupt exportieren zu können, muss man zu auskömmlichen Konditionen Frachtraum auf den Containerschiffen bekommen. Die großen Reedereien haben bis heute einen Teil ihrer Flotte noch immer nicht aktiviert und somit künstlich zu einer Angebotsverknappung und Preissteigerung gesorgt.

Export ohne Geld und Schiffe? Welche Chancen hat die Recyclingwirtschaft, sich an diesem Weltmarkt zu beteiligen? Diese und viele andere Themen diskutiert die Tagung am 25. März 2010 in Bonn.

Weitere Informationen: www.ascon-net.de