30.09.2014

Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Ausgezeichnete Grundlagenforschung: IPHT-Wissenschaftlerin erhält Albert-Weller-Preis

Die Diplom-Chemikerin Dr. Maria Wächtler vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) erhielt für ihre Dissertation auf dem Gebiet der ultraschnellen anorganischen Photochemie den Albert-Weller-Preis. Die junge Wissenschaftlerin erforschte neue Farbstoffe mit spezifischen Absorptionsspektren, welche zum Beispiel bei der künstlichen Photosynthese zum Einsatz kommen könnten.

Fossile Energieträger, wie Öl, Gas oder Kohle sind endlich. Um die drohende Energiekrise abzuwenden und um den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 einzugrenzen, müssen kostengünstige, erneuerbare Energiequellen erschlossen und genutzt werden. Das IPHT erforscht in diesem Zusammenhang Grundlagen zur Speicherung und Umwandlung von Sonnenenergie. Maria Wächtler untersuchte dabei die Absorptionseigenschaften neuer Farbstoffe. Im Vordergrund ihrer Doktorarbeit stand die Frage: wie reagieren Farbstoffe mit unterschiedlichen Strukturen auf Licht und wie kann die absorbierte Energie umgewandelt werden. Die Ergebnisse ihrer Arbeit helfen Lichtsammelanwendungen zu optimieren.

Für ihre Forschungsarbeit erhielt Maria Wächtler am 30. September 2014 auf der Jahrestagung der Fachgruppe Fotochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCH) in Köln den Albert-Weller-Preis. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird aller zwei Jahre von der GDCH gemeinsam mit der Deutschen Bunsen-Gesellschaft verliehen.

Prof. Dr. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des IPHT gratulierte der Preisträgerin und lobte ihre wissenschaftliche Leistung: „Wir freuen uns, dass Maria Wächtler als eine sehr begabte junge Wissenschaftlerin diese Auszeichnung erhalten hat. Das IPHT unterstützt seit vielen Jahren gezielt den weiblichen Nachwuchs in den naturwissenschaftlichen Fächern und wir sind stolz, wenn die erfolgreiche Forschungsarbeit unserer Mitarbeiterinnen mit einer solchen Anerkennung geehrt wird.“

Maria Wächtler studierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Chemie und arbeitete im Anschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physikalische Chemie. Für ihre Promotion erhielt die gebürtige Chemnitzerin ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seit 2013 ist Maria Wächtler wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Funktionale Grenzflächen“ am IPHT.

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