02.12.2011

Universität Konstanz

Ausweitung der Nanoforschung

DFG verlängert Konstanzer Sonderforschungsbereich „Controlled Nanosystems“ – Förderung bis 2015 in Höhe von 7,3 Millionen Euro

Nach positiver Begutachtung gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 767 „Controlled Nanosystems: Interaction and Interfacing to the Macroscale“ der Universität Konstanz bekannt. Damit fördert die DFG weiterhin einen interdisziplinären Forschungsverbund, der in seiner ersten Förderperiode seit 2008 exzellente Forschungserfolge erzielt und bereits in dieser frühen Phase durch zahlreiche Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Journalen wie Nature, Science, Physical Review Letters und Angewandte Chemie eine hohe Sichtbarkeit auf dem Gebiet der Nanoforschung errang. „Ich bin hochzufrieden, welch große Forschungsfortschritte bereits in der ersten Förderphase umgesetzt werden konnten. Wir konnten eine große Zahl an Kooperationen und neuen Ideen auf den Weg bringen und freuen uns nun, durch die Verlängerung unseres Sonderforschungsbereichs die Früchte davon ernten zu können“, erklärt Prof. Dr. Elke Scheer, Sprecherin von „Controlled Nanosystems“. Die DFG fördert den Sonderforschungsbereich in seiner zweiten Förderphase von 2012 bis 2015 mit insgesamt 7,3 Millionen Euro.


Der Konstanzer Sonderforschungsbereich 767 „Controlled Nanosystems“ erschließt das mechanische, optische und elektrische Verhalten von Objekten im Nanometerbereich – das heißt im Größenspektrum von dem Milliardstel eines Meters. Diese Nano-Objekte werden mit physikalischen und chemischen Methoden hergestellt und untersucht. Der Forschungsverbund analysiert die Wechselwirkungen von Nanostrukturen einerseits untereinander und andererseits gegenüber der makroskopischen Außenwelt. Der Schwerpunkt liegt auf der Grundlagenforschung, ein Ziel dabei ist aber stets auch das Aufzeigen möglicher Anwendungen der neuartigen Wechselwirkungsphänomene.

„An einem vergleichsweise kleinen Standort eine so hohe Sichtbarkeit im großen und stark umkämpften Gebiet der Nanoforschung zu erreichen ist nur möglich, wenn man ein klares Alleinstellungsmerkmal aufweist – und dieses ist bei uns der Fokus auf den Aspekt der Steuerung. Wir beobachten nicht nur, wie sich Nanosysteme verhalten, sondern beeinflussen sie von außen und modifizieren ihre Quanteneigenschaften“, erläutert Elke Scheer. Als neuer Forschungsbereich in der zweiten Förderperiode sollen magnetische Transportphänomene, hervorgerufen durch Temperaturunterschiede, hinzukommen.
Der SFB „Controlled Nanosystems“ umfasst 14 Teilprojekte sowie ein integriertes Graduiertenkolleg; beteiligt sind die Fachbereiche Physik und Chemie der Universität Konstanz sowie das Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in Stuttgart. Rund 20 Projektleiterinnen und Projektleiter sowie 40 Promovierende sind in den Sonderforschungsbereich integriert.

„Wir profitieren von der guten Unterstützung der Universitätsleitung und insbesondere von unserer räumlich fokussierten Campusuniversität, in der die Forschungspartner aus allen Fachbereichen unmittelbar benachbart sind. Auch durch die Exzellenzinitiative haben wir uns, was die apparative Ausstattung angeht, deutlich verbessern können“, zeigt Elke Scheer die forschungsförderlichen Rahmenbedingungen an der Universität Konstanz auf. „Die Forschungskultur von Konstanz, über die Projektgruppen und Fachgrenzen hinaus eng zusammenzuarbeiten, ist eine Stärke, die man nicht an jedem Standort hat: Dass die Exzellenz gerade durch die Zusammenarbeit getragen wird und darin systematisch gefördert wird – das ist etwas ganz Besonderes und für unseren Sonderforschungsbereich essentiell“, freut sich Elke Scheer.

Mit der Verlängerung des Sonderforschungsbereichs 767 „Controlled Nanosystems: Interaction and Interfacing to the Macroscale“ am Dienstag, 22. November 2011, erhielt die Universität Konstanz am selben Tag bereits eine weitere gute Nachricht von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die DFG bewilligte auch den SFB 969 „Chemical an Biological Principles of Cellular Proteostasis“ mit einer Fördersumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro (siehe Pressemitteilung Nr. 143/2011).

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