Auszeichnung für Durchbruch in der Elektronenmikroskopie

23.06.2011

Maximilian Haider vom Heidelberger Unternehmen Ceos, Harald Rose von der Technischen Universität Darmstadt und Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich erhalten in diesem Jahr gemeinsam den renommierten Wolf-Preis für Physik. Sie werden für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie geehrt.

Die Wissenschaftler nehmen die mit 100.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung für ihre Verdienste um die Weiterentwicklung der Elektronenmikroskopie am 29. Mai entgegen. Israels Staatspräsident Shimon Peres und Erziehungsminister Gideon Sa’ar überreichen den Preis in der Knesset, dem israelischen Parlament, in Jerusalem.


Die drei Physiker schlossen sich Anfang der 90er-Jahre zusammen, um in der Elektronenmikroskopie ein neues Konzept zu verfolgen, das es erlauben würde, die Auflösung bis in den atomaren Bereich voranzutreiben. Es beruht auf dem Ansatz, zur Korrektur der bis dahin technisch unvermeidbaren Abbildungsfehler der Elektronenoptik magnetische Multipole als unrunde Linsen zu verwenden. Im Rahmen eines von der Volkswagen-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projektes gelang es den drei Wissenschaftlern nicht nur zu zeigen, dass man auf der Basis der von ihnen vorgeschlagenen Technik tatsächlich fehlerkorrigierte Elektronenlinsen bauen und die Materie im atomaren Bereich untersuchen kann. Sie setzten diese Idee auch technisch um und bauten bis 2001 einen Prototypen eines fehlerkorrigierten Elektronenmikroskops. Dieser wurde zum Stammvater einer neuen Generation von kommerziellen Geräten, die ab 2004 auf den Markt kam. Heute fertigen alle großen Elektronenoptikunternehmen der Welt Mikroskope auf der Basis der neuen Elektronenoptik, die von Ceos geliefert bzw. in Lizenz gefertigt wird.



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