08/04/2013

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Autoplast Kunststoff: Automotive-Zulieferer stellt Insolvenzantrag

Die Autoplast Kunststoff GmbH hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am 3.4.2013 beim Amtsgericht Neuwied einen Insolvenzantrag gestellt, teilt die Kanzlei Lieser aus Koblenz mit. Das Insolvenzgericht hat demzufolge die vorläufige Verwaltung angeordnet und Rechtsanwalt Jens Lieser aus Koblenz zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Autoplast Kunststoff GmbH, die im Industriepark Nord von Buchholz-Mendt ihren Sitz hat, stellt Spritzguss-Produkte und komplette Systemkomponenten aus Kunststoff für die Automobilindustrie als auch für andere Branchen her. Der Hauptteil der Produktion konzentriert sich auf den Bereich der Automobil-Zulieferprodukte, wie z.B. Kühler- und Lüftungsgitter, Blenden, Zierleisten oder Armaturensegmente. Der vorläufige Insolvenzverwalter Lieser verschafft sich derzeit ein umfassendes Bild über die Lage des Unternehmens, um Sanierungsmöglichkeiten zu prüfen.

Löhne und Gehälter bis Mitte Juni gesichert
Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 70 Beschäftigte, davon 20 Leiharbeiter. Inzwischen ist die Belegschaft vom Insolvenzverwalter auf einer Mitarbeiterversammlung über die aktuelle Situation informiert worden. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten wurden bis Mitte März bezahlt, sodass diese durch das Insolvenzgeld bis Mitte Juni gesichert sind. Lieser hat bereits die Insolvenzgeldvorfinanzierung bei der Agentur für Arbeit in Neuwied beantragt.

Geschäftsbetrieb läuft weiter
Nach einer ersten Bestandsaufnahme durch den vorläufigen Insolvenzverwalter können der Geschäftsbetrieb und die Kunststoff-Produktion uneingeschränkt weiter laufen. "Ich werde alle Möglichkeiten nutzen, um eine Fortführung und damit auch eine stabile Perspektive für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermöglichen", so Lieser. Viele Kunden und Lieferanten haben bereits signalisiert, dass sie mit Autoplast ihre Zusammenarbeit fortsetzen wollen. In den kommenden Wochen will Lieser mit Interessenten sprechen, um das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen. Erste Interessenten hätten sich bereits bei dem vorläufigen Verwalter gemeldet. Der Spezialist für thermoplastische Spritzguss-Produkte ist wegen eines harten Preiswettbewerbs in der Automotive-Branche finanziell in die Schieflage geraten.

Weitere Informationen:
www.autoplast.de, www.lieser-rechtsanwaelte.de

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