14.11.2011

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BASF: 50 Jahre Caprolactam-Produktion in Ludwigshafen

Seit einem halben Jahrhundert produziert BASF am Standort Ludwigshafen in einem großtechnischen, kontinuierlichen Prozess Caprolactam. In dieser Zeit haben rund 6,5 Millionen Tonnen des Polyamid-6-Vorprodukts die Anlage verlassen. "Wir haben den Produktionsprozess in den letzten 50 Jahren ständig verbessert und die Kapazität der Anlage während des laufenden Betriebs kontinuierlich gesteigert - und das ohne größere Gesamtabschaltungen der Anlage. Das ist ein Beweis für die hohe Kompetenz der Produktionsmannschaft beim Umgang mit einer sehr komplexen Technologie. Und es zeigt die Vorteile der Einbettung in den BASF-Verbund", sagt Hermann Althoff, Leiter der globalen Geschäfteinheit Polyamid und Vorprodukte. Mit zwei weiteren Fabriken in Antwerpen, Belgien, und Freeport, Texas, USA, sowie einer gesamten Produktionskapazität von 800.000 Jahrestonnen ist BASF heute der weltweit größte Hersteller von Caprolactam.

Die Geschichte von Caprolactam und die von BASF sind eng miteinander verbunden, denn Caprolactam ist der Ausgangsstoff für Polyamid 6. Die großtechnische Produktion des Vorprodukts ebnete aus Sicht der BASF den Weg dafür, dass das Unternehmen heute einer der führenden Hersteller von Polyamiden ist, und stellt das Rückgrat der Polyamid-6- Wertschöpfungskette im BASF-Verbund dar.

Schon 1939, als die BASF Polyamid 6 erstmals herstellte, sei klar gewesen, welches Potenzial in dem Kunststoff stecke. Er war fester, zäher und beständiger als alle bisherigen Thermoplaste. Im selben Jahr noch wurde deshalb in Ludwigshafen die erste Versuchsanlage für Caprolactam aufgebaut. Mit Beginn des Kunststoffzeitalters in den fünfziger Jahren stieg die Nachfrage nach dem Rohstoff rasant an. Im November 1961 ging deshalb die Fabrik in Ludwigshafen in Betrieb, die heute ihr Jubiläum feiert. Ein Jahr später folgte eine weitere Anlage in Freeport. 1967 startete die großtechnische Produktion in Antwerpen.

Polyamid 6 - und damit auch Caprolactam - ist aus der Welt der technischen Kunststoffe, der Extrusions- und Faserpolymere nicht mehr wegzudenken. Die Anwendungen reichen von transparenten und flexiblen Lebensmittelverpackungen, Angelschnüren, Fischnetzen, Kabelummantelungen, Textilfasern für Sportbekleidung und Teppiche bis hin zu Leichtbauteilen für Automobile.