23.06.2014

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BASF: Ausbau der Produktion von Hochleistungskunststoffen in China

BASF, weltweit tätiges Chemieunternehmen, hat drei wichtige Projekte zur Kapazitätserweiterung für Hochleistungsmaterialien am Standort Pudong in Schanghai realisiert. Die Projekte betreffen: 1. Die technischen Kunststoffe "Ultramid" (Polyamid, PA) und "Ultradur" (Polybutylenterephthalat, PBT), 2. die thermoplastischen Polyurethan-Elastomere (TPU) "Elastollan" sowie 3. den Ausbau des Entwicklungszentrums und die Erweiterung der Kapazität für "Cellasto" (zellige Polyurethan-Elastomer-Komponenten).

"Bis 2020 werden mehr als 60 Prozent der Menschen in China in Städten leben. Die Urbanisierung umweltfreundlich zu gestalten ist eine große Chance für die Chemie als "Enabler" für nachhaltige Innovationen in Bereichen, die von der industriellen Fertigung über die Bauwirtschaft bis zum Transportwesen und zu Konsumgütern reichen", so Albert Heuser, President Greater China and Functions Asia Pacific, BASF.

Die BASF erwartet, dass der Markt für technische Kunststoffe in Asien durchschnittlich um etwa 7 Prozent pro Jahr wachsen wird. Dieses Wachstum wird durch die zunehmende Verwendung technischer Kunststoffe in verschiedenen Segmenten wie Transport-, Bau- sowie Elektro- und Elektronikindustrie angetrieben. "Ultramid" und "Ultradur" werden unter anderem in Automobilbauteilen eingesetzt. Beispiele für innovative Anwendungen sind Sitzstrukturen, Ölwannen, Sensoren, Motorlager, Steckverbinder und hochintegrierte, laserstrukturierte Elektronikteile.

Der neue nationale Urbanisierungsplan für China (2014-2020) geht davon aus, dass bis 2020 weitere 100 Millionen Menschen in Städten leben werden. Der Anteil energieeffizienterer und umweltfreundlicherer Gebäude bei den Neubauten wird daher in China den Erwartungen zufolge von heute 2 Prozent auf geschätzte 50 Prozent steigen. Vor Kurzem hat die BASF den co-extrudierbaren Werkstoff "Ultradur" zur Verstärkung wärmegedämmter PVC-Fensterprofile in den Markt eingeführt.

Größte BASF-Compoundieranlage für technische Kunststoffe "Ultramid" und "Ultradur" in Asien-Pazifik
Die Gesamtkapazität der Anlage für "Ultramid"- und "Ultradur"-Compounds hat sich von derzeit 45.000 auf mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr verdoppelt. Damit wird sie zur größten BASF-Compoundieranlage für technische Kunststoffe in der Region Asien-Pazifik. Die Erweiterung, die nach BASF-Angaben mehr als sechs Monate vor dem geplanten Termin betriebsbereit ist, umfasst zudem eine Compoundierlinie für spezielle Typen. Damit will die BASF das wachsende Marktpotenzial für Spezialanwendungen ausschöpfen. Mit diesem Projekt und der neuen Compoundieranlage in Yesan (Provinz Chung Nam), Korea, die voraussichtlich ab Ende 2015 den Betrieb aufnehmen wird, erhöht sich die Compoundierkapazität der BASF in Asien von derzeit 130.000 auf insgesamt 225.000 Tonnen.

Kapazitätssteigerung für "Elastollan"
Der Werkstoff "Elastollan" ist ein thermoplastisches Polyurethan. Er kann mit unterschiedlichen Methoden - z.B. Extrusion, Spritzguss und Blasformen - verarbeitet werden.

In ihrer 2007 errichteten "Elastollan"-Anlage in Shanghai hat die BASF nun den Angaben zufolge eine deutliche Kapazitätserweiterung abgeschlossen. Die Kapazitätserweiterung für TPU in China soll die Entwicklung des schnell wachsenden Marktes für Textilien, Schuhe, Transportmittel, Draht- und Kabelummantelungen und weitere industrielle Anwendungen unterstützen.

Automobilmarkt: Erweiterte Einrichtungen und Produktionsanlagen für "Cellasto"
2013 wurden in Asien-Pazifik mehr als 42 Millionen Fahrzeuge verkauft, in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, mehr als 20 Millionen davon. Bis 2020 werden sich diese Zahlen für Asien auf voraussichtlich 62 Millionen Fahrzeuge und für China auf 33 Millionen erhöhen. "Cellasto" ist eine maßgeschneiderte Lösung für die Dämpfung und die Verringerung von Lärm, Vibration und Rauhigkeit (Noise-Vibration-Harshness, NVH) bei Fahrzeugen. Der Ausbau der bestehenden Anlage zur "Cellasto"-Produktion am BASF-Standort Pudong, die 2011 errichtet wurde, umfasst die Erweiterung des "Cellasto"-Entwicklungszentrums in Asien, die Einrichtung von drei neuen Produktionslinien und die technische Verbesserung bestehender Anlagen. Die Produktionskapazität wird sich den Angaben zufolge mit Abschluss des Projekts im Jahr 2015 verdoppeln.

"Cellasto"-Komponenten kommen hauptsächlich als Federelemente, Dämpferlager und Anschlagpuffer von Federungen für die Automobilindustrie zum Einsatz. Zurzeit stellt die BASF "Cellasto" weltweit an sechs Standorten her: Lemförde (Deutschland), Schanghai und Nansha (China), Guaratinguetá (Brasilien), Shinshiro (Japan) und Wyandotte (USA).

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