25.05.2011

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BASF: Bindemittel Acrodur ermöglicht ersten Monoblock-Stuhl aus Naturfasern

Der renommierte Designer Werner Aisslinger und BASF präsentieren auf der Material Vision 2011, der Fachmesse für Materialien für Produktentwicklung, Design und Architektur, den ersten Monoblock-Stuhl aus Naturfasern. Der Hemp Chair beruht auf einem Produktionsverfahren für Leichtbauteile, das aus der Automobilindustrie stammt: Die nachwachsenden Rohstoffe Hanf und Kenaf werden mit Hilfe des wasserbasierten Bindemittels Acrodur® zu einem umweltfreundlichen, leichten aber dennoch stabilen Formteil verfestigt. Aisslingers neustes Möbelstück kann am Stand K23 in Halle 4.1 betrachtet werden.

Neues Material - neues Design
Verbraucher streben immer mehr nach einem ausgewogenen, gesunden Lebensstil in Einklang mit Umwelt und Natur. Sie verlangen nach innovativen Produkten sowie nach neuartigen, umweltverträglichen und langlebigen Werkstoffen. "Neue Technologien und innovative Materialien haben stets großen Einfluss auf die Geschichte des Designs gehabt. Sie waren immer der Startpunkt für neue Objekte und Typologien", sagt der Berliner Designer Werner Aisslinger. Der Hemp Chair steht in der Tradition von stapelbaren Monoblock-Stühlen (Monoblock= aus einem Stück), die oft aus Kunststoff hergestellt werden. "Mit dem Hemp Chair wollten wir die Vielseitigkeit von Naturfasern in Kombination mit unserem Bindemittel zeigen", so Dr. Michael Kalbe, Technisches Marketing Dispersionen für Faserbindung bei BASF. "Werner Aisslingers Kreation vereint Umweltfreundlichkeit, Funktionalität, Form und Optik."

Acrodur: leicht, stabil und umweltfreundlich
Der Hemp Chair besteht dank des wasserbasierten Acrylharzes Acrodur zu über 75 Prozent aus Naturfasern. Das besondere an Acrodur®: Im Gegensatz zu klassischen Reaktivharzen werden laut Herstelleranaben bei der Vernetzung keine organischen Stoffe wie Phenol oder Formaldehyd freigesetzt. Einziges Nebenprodukt bei der Aushärtung sei Wasser. Außerdem ermögliche das industrielle Formpressverfahren eine kostengünstige Serienproduktion von dreidimensionalen Objekten, die sehr robust und gleichzeitig leicht sind. In der Automobilindustrie sei dieses Produktionsverfahren weit verbreitet. Naturfaserverbunde werden oft für Leichtbauteile wie Türinnenverkleidungen, Ablagen und andere Autoinnenteile genutzt.