08.10.2012

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BASF + CSM: 50-50 JV für biobasierte Bernsteinsäure - Steigende Nachfrage für Einsatz in Biokunststoffen erwartet

BASF und Purac, ein Tochterunternehmen von CSM, gründen ein 50-50-Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung und Vermarktung biobasierter Bernsteinsäure. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden soll das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit unter dem Namen Succinity GmbH im Jahr 2013 aufnehmen. Der Sitz des Unternehmens soll in Düsseldorf sein, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von BASF und CSM.

Im Rahmen einer Kooperation forschen BASF und CSM seit 2009 auf dem Gebiet der Bernsteinsäure. Die sich ergänzenden Stärken der beiden Unternehmen in Bezug auf Fermentation und Aufarbeitung führten zur Entwicklung eines nachhaltigen und hocheffizienten Herstellungsprozesses, der auf einem proprietären Mikroorganismus basiert. Das verwendete Bakterium Basfia succiniciproducens, das Bernsteinsäure auf natürlichem Weg produziert, kann aus einer Vielzahl erneuerbarer Rohstoffe biobasierte Bernsteinsäure herstellen. Das neue Verfahren kombiniert hohe Effizienz mit dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der Bindung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bei der Produktion von Bernsteinsäure. Dies macht die Bernsteinsäure zu einer ökonomisch und ökologisch attraktiven Alternative zu petrochemischen Rohstoffen.

Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Bernsteinsäure in den kommenden Jahren voraussichtlich stark wachsen wird, dies vor allem durch ihren Einsatz bei der Herstellung von Biokunststoffen, chemischen Zwischenprodukten, Lösemitteln, Polyurethanen und Weichmachern.

Großtechnische Produktion von Bernsteinsäure geplant
BASF und CSM arbeiten derzeit an der Modifikation einer bestehenden Fermentationsanlage für die Produktion von Bernsteinsäure am Purac-Standort in Montmelo in der Nähe von Barcelona/Spanien. Mit dieser Anlage, die Ende 2013 mit einer jährlichen Kapazität von 10.000 Tonnen Bernsteinsäure in Betrieb gehen soll, soll das neue Gemeinschaftsunternehmen eine global führende Position einnehmen. Hinzu kommt die Planung einer zweiten Großanlage mit einer jährlichen Kapazität von 50.000 Tonnen Bernsteinsäure zur Vorbereitung auf den erwarteten Nachfrageanstieg. Die endgültige Investitionsentscheidung für diese Anlage soll nach einer erfolgreichen Markteinführung erfolgen.