01/02/2010

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BASF: Dichtkleben von Polyamid-Ölwannen mit Flüssigsilicon

Die Vorteile von Fahrzeugölwannen aus Kunststoff gegenüber Metallölwannen in Sachen Gewicht und Kosten können vor allem dann ausgespielt werden, wenn sich Feststoffdichtungen durch geeignete Klebstoffe ersetzen lassen. Den beiden Chemiekonzernen BASF und WACKER ist es nun gelungen, ein System aus zwei Komponenten anzubieten, die optimal zusammen passen: Die Haftung zwischen dem Flüssigsilicon ELASTOSIL® 76540 A/B von WACKER und dem Ultramid® A3HG7 Q17 der BASF, einem speziellen Polyamid 66 GF35, ist so hoch, dass die Dichtheit der Ölwanne über alle gängigen Prüfungen hinweg gewährleistet ist. Umfangreiche Untersuchungen bei der INPRO, Innovationsgesellschaft mbH in Berlin zeigen, dass keine andere Klebstoff-Kunststoff-Kombination eine so hohe Adhäsionskraft bei der Dichtklebung auf Aluminium aufweist. Die Tests umfassten die Lagerung in Öl und im Blowby-Medium (einem Kondensat aus dem Kurbelwellengehäuse von Ottokraftstoffmotoren) sowie Temperaturwechselzyklen zwischen -40 und +150°C.

Bei dem Kleber der Reihe ELASTOSIL handelt es sich um einen Zweikomponenten (2K-) RTV-Siliconklebstoff, der speziell für die dauerhaft dichte Verbindung zwischen der Ölwanne aus Ultramid und dem Zylinderkurbelgehäuse aus Aluminium geeignet ist. Mit einem Klebstoff wie diesem, der über die gesamte Laufzeit des Motors dicht klebt, lässt sich auf die Feststoffdichtung verzichten und die Zahl der Verschraubungspunkte reduzieren. So sind Kosteneinsparungen von 20 bis 25 % pro Ölwanne möglich. Darüber hinaus ist die Flanschgeometrie spannungsfrei, da bei der Verwendung von Flüssigdichtmittel keine Kompressionskräfte auftreten.

Weitere Informationen: www.basf.de