16.10.2012

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BASF: Erste Serienanwendung für hitzebeständiges Ultramid Endure

Knapp zwei Jahre nach seiner Markteinführung hat der hochtemperaturbeständige technische Kunststoff Ultramid® Endure laut BASF seine erste Serienanwendung gefunden: Firma Montaplast, Morsbach, weltweit aktiver Automobilzulieferer, verwendet die Polyamidspezialität Ultramid Endure D3G7 für einen Hitzeschild, der in den Ladeluftverteilern der Vier-Zylinder-PKW-Dieselmotoren von Daimler zum Einsatz kommt.

Im Lufteinlassbereich des Ladeluftverteilers, der über eine integrierte Abgasrückführung verfügt, werden Frischluft und heiße Abgase zusammengeführt. Hier entstehen hohe Mischtemperaturen und starke Verwirbelungen. Bisher habe ein Aluminiumschild für den Schutz der Wand und eines integrierten Sensors gesorgt. Nun erfülle ein temperaturbeständiger Kunststoffeinsatz diese Funktion. Hier komme die besondere Wärmealterungsbeständigkeit von Ultramid Endure zum Tragen: Der Werkstoff halte eine Dauerbelastung von 220°C und Spitzenbelastungen von 240°C mühelos aus. Verantwortlich für die hohe Hitzebeständigkeit der Polyamidspezialität sei eine Stabilisierungstechnologie, die zu einer schützenden Oberflächenschicht auf dem Kunststoff führe.

Perforation für günstige Strömung
Zwei weitere Eigenschaften des Kunststoffs zeichnen den neuen Hitzeschild im Vergleich zum metallischen Vorgängerbauteil aus: Einerseits fungiere der Kunststoff als Wärmeisolator. Zusätzlich ließen sich konstruktiv Öffnungen und Durchbrüche in den Hitzeschild aus Ultramid Endure einfügen, die zu einer gezielteren Verwirbelung der Ladeluft führen. Darüber hinaus sei das Kunststoffbauteil nur halb so schwer wie das zuvor verwendete Aluminiumteil.

Hochtemperaturbeständigkeit versus Systemkosten
Der Motorraum wird immer kompakter und dadurch heißer. Gleichzeitig soll das Fahrzeug durch den Ersatz von Metall durch Kunststoff an Gewicht verlieren. Anspruchsvolle Hochleistungskunststoffe scheiden dabei wegen der hohen Systemkosten oft aus. Das neue Polyamid Ultramid® Endure verbinde seine außerordentlich hohe Wärmealterungsbeständigkeit mit der guten Verarbeitbarkeit von PA66 - der Eigenschaft, die maßgebend für die Systemkosten sei. Der Werkstoff sei so eine optimale Alternative für Anwendungen rund um die Ladeluftstrecke moderner turboaufgeladener Motoren. Durch die Gestaltungsfreiheit, die der spritzgegossene Kunststoff hier biete, könne der Zulieferer außerdem gezielt auf die individuellen Anforderungen des Fahrzeugherstellers reagieren.