05.05.2014

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BASF: Guter Jahresauftakt im Chemiegeschäft - Großinvestition in den USA zur Herstellung von Propylen auf Methanbasis wird geprüft

"Im Chemiegeschäft und beim Pflanzenschutz hat das Jahr 2014 für uns gut angefangen. Wir haben mehr verkauft. Damit konnten wir die Auswirkungen des vergleichsweise schwachen US-Dollars und der Währungen in Schwellenländern auf den Umsatz gut abfedern", sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock während der Hauptversammlung der BASF SE im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Im Segment Oil & Gas ging der Umsatz dagegen deutlich zurück. Insgesamt verringerte sich der Umsatz der BASF-Gruppe um 1 % auf 19,5 Milliarden €.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen lag mit 2,1 Milliarden € um 3 % unter dem Wert des ersten Quartals 2013. Während sich das Ergebnis bei Performance Products und Functional Materials & Solutions signifikant verbesserte, sank der Beitrag von Oil & Gas deutlich.

Im ersten Quartal 2014 waren im EBIT insgesamt Sondereinflüsse von 109 Millionen € enthalten. Maßgeblich hierfür war ein Sonderertrag aus der Devestition von Anteilen an nicht eigenoperierten Öl-und-Gas-Feldern in der britischen Nordsee. Das EBIT erhöhte sich daher im Vergleich zum Vorjahresquartal um 80 Millionen € auf 2,2 Milliarden €. Das EBITDA nahm um 96 Millionen € auf 3,0 Milliarden € zu. Das Finanzergebnis sank um 57 Millionen € auf minus 183 Millionen €.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich verglichen mit dem Vorjahresquartal um 23 Millionen € und lag bei 2,1 Milliarden €. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter wuchs um 31 Millionen € auf 1,5 Milliarden €. Im ersten Quartal 2014 betrug das Ergebnis je Aktie 1,61 €, nach 1,57 € im Vorjahreszeitraum.

Großinvestition in den USA wird geprüft
BASF prüft eine Investition in eine World-Scale-Anlage zur Herstellung von Propylen auf Methanbasis an der US-amerikanischen Golfküste. "Mit der Produktion von Propylen würden wir von den infolge der Schiefergasförderung niedrigen Gaspreisen profitieren, unsere Kostenposition deutlich verbessern und unsere Rückwärtsintegration in den USA stärken", sagte Bock. Dies wäre die bisher größte Einzelinvestition der BASF. Propylen zählt zu den wichtigsten Basischemikalien der petrochemischen Industrie und wird zur Produktion höherveredelter Chemikalien eingesetzt. Details der möglichen Investition werden derzeit geprüft.

Ausblick für das Jahr 2014 bestätigt
Die Erwartungen des Unternehmens bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2014 sind unverändert:

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,8 %
Wachstum der Industrieproduktion: 3,7 %
Wachstum der Chemieproduktion: 4,4 %
US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,30 US$ pro Euro
Ölpreis von 110 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt
Bock: "Für 2014 rechnen wir mit einem etwas stärkeren Wachstum der Weltwirtschaft als im Jahr 2013. Wir gehen davon aus, dass wir uns in einem weiterhin volatilen und herausfordernden Umfeld gut behaupten werden. An unserem Ausblick für das Jahr 2014 halten wir daher trotz ungünstiger Währungsentwicklungen fest: Wir erwarten einen leichten Anstieg des Ergebnisses der Betriebs­tätigkeit vor Sondereinflüssen, vor allem infolge deutlich höherer Beiträge von Performance Products und Functional Materials & Solutions."

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