10.10.2014

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BASF: Karbonfaser-verstärktes PBT mit geringer elektrostatischer Aufladung

Die BASF ergänzt jetzt ihr PBT-Portfolio um das erste karbonfaser-verstärkte "Ultradur". Die Spezialität "Ultradur" B4300 C3 LS zeichnet sich laut Hersteller durch geringe elektrostatische Aufladung bei gleichzeitig guter Leitfähigkeit aus. Sie sei deshalb besonders für Bauteile in sensiblen Bereichen der Mess- und Regeltechnik von Maschinen und in der Automobilelektronik geeignet. Aufgrund des antistatischen PBT-Kunststoffs bleibe am Bauteil weniger Staub und Schmutz haften: Es funktioniere so dauerhaft zuverlässig auch bei ungünstigen Einsatzbedingungen, Schäden durch elektrostatische Entladungen bleiben demnach aus. In explosionsgefährdeten Bereichen soll der Einsatz der leitfähigen "Ultradur"-Type außerdem die Aufladungsgefahr und möglichen Funkenschlag verringern.

Die BASF will damit steigende Anforderungen aufgreifen, die vor allem in der Automobilelektronik an Material und Bauteile gestellt werden. Mit "Ultradur" B4300 C3 sollen sich hier zukünftig Miniaturisierung, Genauigkeit und Sicherheit noch besser miteinander vereinbaren lassen: Komponenten aus dem karbonfaser-verstärkten technischen Kunststoff behalten den Angaben zufolge ihre antistatische Wirkung dauerhaft - auch nach Medienkontakt (z.B. mit Kraftstoffen) und bei erhöhten Temperaturen.

Die Type "Ultradur" B4300 C3 LS sw15126 ist ab sofort in kommerziellen Mengen erhältlich. Das mit 15 Prozent Kohlefasern verstärkte Material verfügt laut Hersteller über einen niedrigen Durchgangs- und einen geringen Oberflächenwiderstand. Es nehme kaum Wasser auf, sei laserbeschriftbar und zeige ähnlich gute mechanische Eigenschaften wie ein Standard-PBT mit 30 Prozent Glasfasern. Darüber hinaus lasse sich "Ultradur" B4300 C3 problemlos mit anderen PBT-Typen kombinieren, z.B. mittels Schweißen oder Kleben, und sei auch für komplexe, dünnwandige Bauteile geeignet.

Mögliche Anwendungen für den kohlefaser-verstärkten PBT-Kunststoff sind von Gasen und Flüssigkeiten durchströmte Bauteile im Automobil oder in Maschinen, schnell bewegte Komponenten in Textilmaschinen oder Bestandteile von Förderbändern, die einer statischen Aufladung durch Reibung ausgesetzt sind. Weitere Einsatzfelder sind Maschinen in der Papierverarbeitung, Drucker sowie Transportverpackungen für empfindliche Elektronikprodukte, für die ein so genannter ESD-Schutz (ESD=electrostatic discharge / elektrostatische Entladung) sinnvoll ist.

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