24.07.2015

www.plasticker.de

BASF: Leichte Umsatz- und Ergebnissteigerung im 2. Quartal

"Im 2. Quartal 2015 haben wir Umsatz und Ergebnis verbessert, trotz geringer Dynamik in einigen Märkten und weiterhin volatiler Rohstoffpreise. Im 1. Halbjahr lag unser Ergebnis - entsprechend unseres Ausblicks für das Gesamtjahr - auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums", sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE bei der Halbjahres-Pressekonferenz.

Im 2. Quartal 2015 wuchs der Umsatz der BASF-Gruppe im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3 % auf 19,1 Milliarden €. Der Absatz nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2 % zu. Maßgeblich hierfür war ein starker Anstieg der Mengen bei Oil & Gas. Infolge der deutlich niedrigeren Ölpreise entwickelten sich die Preise insgesamt rückläufig, insbesondere bei Chemicals sowie Oil & Gas. Positive Währungseffekte waren in allen Segmenten zu verzeichnen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen stieg um 31 Millionen € auf rund 2,0 Milliarden €. Ausschlaggebend hierfür waren der deutlich höhere Beitrag des Segments Functional Materials & Solutions sowie niedrigere Aufwendungen bei Sonstige. Während das Ergebnis bei Chemicals sich nur leicht verringerte, verzeichneten die übrigen Segmente deutliche Rückgänge beim Ergebnis.

Das EBIT nahm im 2. Quartal, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, um 106 Millionen € auf 2,0 Milliarden € zu. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter lag mit 1,3 Milliarden € auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,38 €, nach 1,37 € im Vorjahreszeitraum.

Im 1. Halbjahr 2015 nahm der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum, trotz eines leicht rückläufigen Absatzes im Chemiegeschäft, um 3 % auf 39,1 Milliarden € zu. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag in den ersten sechs Monaten mit rund 4,1 Milliarden € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der ölpreisbedingte Rückgang bei Oil & Gas belastete das Ergebnis, während die gesteigerten Beiträge von Functional Materials & Solutions und Chemicals das Ergebnis stützten. Agricultural Solutions erreichte das Niveau des Vorjahreszeitraums; Performance Products und Sonstige lagen unter dem Wert des ersten Halbjahres 2014.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg im 1. Halbjahr 2015 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 2,4 Milliarden € auf 5,1 Milliarden €. "Dies entspricht nahezu einer Verdoppelung, die insbesondere aus dem Abbau von Vorräten um 1,3 Milliarden € resultierte. Hierzu trugen sowohl saisonale Effekte im Erdgashandels- und Pflanzenschutzgeschäft als auch die weitere Optimierung unseres Vorratsmanagements bei", sagte Dr. Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand der BASF SE.

Prognose für das Gesamtjahr 2015
Im 1. Halbjahr 2015 blieb das Wachstum der Weltwirtschaft, der globalen Industrieproduktion sowie der Chemieproduktion hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Die Erwartungen bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2015 wurden daher reduziert (bisherige Prognose in Klammern):
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,4 % (2,8 %)
Wachstum der Industrieproduktion: 2,9 % (3,6 %)
Wachstum der Chemieproduktion: 3,8 % (4,2 %)
US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,15 US$/€ (1,20 US$/€)
Ölpreis von 60 bis 70 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt (unverändert)
Bock: "Für das Gesamtjahr 2015 rechnen wir nunmehr mit einem etwas schwächeren Wachstum für die Weltwirtschaft sowie für die globale Industrie- und Chemieproduktion als noch vor sechs Monaten erwartet. Trotz weiterhin hoher Risiken halten wir an unserem Ausblick für 2015 fest: Wir wollen uns in einem volatilen und herausfordernden Umfeld gut behaupten und den Umsatz leicht steigern. Wir streben ein EBIT vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des Vorjahres an."

Bei Performance Products wuchs der Umsatz infolge positiver Währungseffekte um 4 % auf 4,1 Milliarden €. Der Absatz nahm geringfügig ab; die ungeplante Abstellung einer Anlage zur Herstellung von Polyisobuten sowie eine ölpreisbedingt schwache Nachfrage im Arbeitsgebiet Ölfeldchemikalien trugen dazu maßgeblich bei. Das Marktumfeld für Papierchemikalien blieb schwierig. Auf die Preise wirkte sich zudem der starke Wettbewerb bei Vitamin E negativ aus. Vor allem durch die Inbetriebnahme neuer Anlagen, den Abbau von Vorräten und negative Währungseffekte stiegen die Fixkosten. Das EBIT vor Sondereinflüssen des Segments ging in der Folge um 131 Millionen € auf 304 Millionen € zurück. Der Umsatz im 1. Halbjahr nahm um 4 % auf 8,1 Milliarden € zu. Das EBIT vor Sondereinflüssen ging in den ersten sechs Monaten um 43 Millionen € auf 819 Millionen € zurück. Dieser Rückgang ergab sich vor allem aus gestiegenen Fixkosten.

Weitere News im plasticker