04.03.2015

www.plasticker.de

BASF: Neues Bindemittel für Naturfaser-Verbundwerkstoffen im automobilen Leichtbau

BASF führt mit "Acrodur" Power 2750 X ein neues Bindemittel in den Markt ein. Das Produkt kommt bei der Fertigung von Naturfaser-Verbundwerkstoffen für automobile Leichtbau-Anwendungen wie Türinnenverkleidungen oder Ablagen zum Einsatz. Als emissionsarme Alternative zu formaldehydbasierten Reaktivharzen soll Acrodur Power 2750 X Bauteilen eine hohe mechanische Stabilität verleihen. Gleichzeitig kann das Produkt thermoplastisch verarbeitet werden und ermöglicht laut BASF, anders als bei gängigen thermoplastischen Bindemitteln auf Polypropylen-Basis, in Leichtbauteilen einen bis zu 75-prozentigen Anteil von Naturfasern.

Auf der "JEC Composites Show", einer der weltweit führenden Fachmessen der Verbundwerkstoffindustrie, vom 10. bis 12. März 2015 in Paris, wird BASF in Halle 7.2, Stand F51, ein funktionalisiertes Naturfaser-Leichtbauteil auf Basis von Acrodur Power 2750 X vorstellen.

Das wasserbasierte Bindemittel Acrodur Power 2750 X gilt als gesundheitsverträgliche Alternative zu herkömmlichen formaldehyd-basierten Reaktivharzen: Das Produkt setzt den Angaben zufolge weder bei der Verarbeitung noch im Endprodukt organische Stoffe frei. Dies führe zu einer verbesserten Arbeitssicherheit für den Anwender, der somit auf Investitionen in die Abluftaufbereitung verzichten könne. Außerdem sorge das Bindemittel im Fahrzeuginneren für eine verbesserte Luftqualität.

Die mit Acrodur Power 2750 X gebundenen Naturfasern lassen sich in gängigen thermoplastischen Kaltformprozessen in einem Schritt verarbeiten und mit komplexen Kunststoffelementen wie Versteifungsrippen oder Halterungen verbinden. Das Produkt trägt somit dazu bei, System- und Prozesskosten einzusparen. Acrodur Power 2750 X verbindet diese Vorteile mit einer hohen mechanischen Stabilität der Bauteile. Die vorimprägnierten Naturfasern zeichnen sich außerdem durch eine hohe Lagerstabilität aus.

"Mit dem neuen Acrodur Power 2750 X bietet BASF der Automobil- und der Zuliefererindustrie eine innovative, umweltverträgliche und ressourcenschonende Lösung, die dazu beiträgt, das Gewicht und die Kosten des Bauteils zu senken", betont Jürgen Pfister, der als Vice President das Dispersionsgeschäft für Klebstoffe und Faserbindung bei BASF in Europa verantwortet.

Weitere Informationen: www.basf.com, www.dispersions-pigments.basf.com

JEC Europe 2015, 10.-12. März 2015, Paris, Porte de Versailles, H. 7.2, St. F51

Weitere News im plasticker