26.05.2011

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BASF: Pläne für 300.000 Tonnen-TDI-Anlage in Europe

BASF wird nach eigenem Bekunden die weltweit größte einsträngige Produktionsanlage für TDI (Toluoldiisocyanat) in Europa bauen. Die Anlage soll über eine Jahreskapazität von 300.000 Tonnen verfügen und vollständig mit den Produktionsanlagen für die benötigten Vorprodukte integriert sein. Die TDI-Anlage soll an einem der BASF-Verbundstandorte in Antwerpen/Belgien oder in Ludwigshafen/Deutschland angesiedelt werden und ab 2014 produzieren. Die Wahl des Standorts werde in Kürze bekannt gegeben. Die Planungen für die TDI-Anlage sind bereits angelaufen.

Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF SE und verantwortlich für das Geschäftssegment Plastics, sagte: "Diese neue Investition unterstützt die Wachstumsstrategie der BASF, unterstreicht unsere führende Position als weltweit größter TDI-Produzent und untermauert unser starkes Engagement im TDI-Markt. BASF wird in der Lage sein, die Nachfrage der Kunden durch lokale Produktionen im Weltmaßstab in den wichtigsten Märkten Nordamerika, Europa und Asien, vor allem in China, zu bedienen. Wir haben eine ausgezeichnete Technologie und herausragende Sicherheitsstandards. Darüber hinaus ermöglicht unser einzigartiges Verbund-Konzept unserem Unternehmen exzellente Kostenstrukturen."

"Mit dieser neuen Anlage ergänzen wir unser starkes globales Netzwerk von integrierten TDI-Anlagen im Weltmaßstab, um den wachsenden Bedarf unserer Kunden zu bedienen", sagte Wayne T. Smith, President des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethanes. "Wir rechnen in den kommenden Jahren im weltweiten TDI-Markt mit einem Wachstum über dem des Bruttoinlandsprodukts und mit einem deutlichen Beitrag aus Zentral- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika. Dieses Wachstum wird getragen vom Trend hin zu verstärkter Urbanisierung und von steigenden Lebens­standards."

TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Polyurethane-Industrie. Es wird zu einem großen Teil in der Automobilindustrie (z.B. Sitzpolster und Innenverkleidungen) sowie in der Möbelindustrie (z.B. flexible Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holz­beschichtungen) eingesetzt.