07.10.2014

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BASF: Produktionsstandort in Dahej/Indien eröffnet

BASF India Limited hat heute ihren großen Produktionsstandort in Dahej, im Bundesstaat Gujarat/Indien, eröffnet. Mit einer Investitionssumme von 150 Millionen Euro ist der Standort die bislang größte Einzelinvestition der BASF in Indien. Der Standort wurde von Anandiben Patel, Ministerpräsidentin von Gujarat, Shri Saurabhbhai Patel, Minister für Finanzen, Energie und Petrochemikalien von Gujarat, und Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE, gemeinsam eingeweiht.

Heinz sagte: "Die Stärkung unserer Produktionsplattform in Indien ist Teil unserer Investitionspläne für die Region Asien-Pazifik, in der wir zwischen 2013 und 2020 mehr als 10 Millionen Euro investieren wollen. Mit dem neuen Standort in Dahej bauen wir unsere Position als lokal produzierender Anbieter aus und können noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Dank unserer fortschrittlichen Technologien und dem Einsatz unseres Teams vor Ort werden wir sowohl zum großen Marktpotential in Indien beitragen, als auch davon profitieren."

"Mit den neuen Anlagen, darunter der erste MDI-Splitter in Südasien, werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf diesem wichtigen Markt langfristig deutlich steigern. Was Produktqualität und Mengen angeht, werden wir unsere Kunden in Asien-Pazifik noch besser beliefern können", sagte Dr. Raman Ramachandran, Vorsitzender der BASF in India & Head South Asia.

Neben einem integrierten Produktionskomplex für Polyurethanprodukte umfasst der Standort auch Anlagen zur Herstellung von Inhaltsstoffen für Körperpflegeprodukte sowie für die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie und zur Produktion von Polymerdispersionen. Teil der Care Chemicals-Anlage in Dahej ist die erste Sulfatierungsanlage der BASF in Indien; von ihr werden künftig Kunden der Konsumgüterindustrie beliefert.

Mit der Anlage für Polymerdispersionen erweitert BASF ihr Produktportfolio in diesem Bereich, ergänzend zu der bereits bestehenden Anlage in Mangalore. Polymerdispersionen bewähren sich auf unterschiedlichen Gebieten, etwa bei der Papier- und Kartonherstellung, in Bautenanstrichmitteln oder in der Bau-, der Klebstoff- und der Faserbindungsindustrie. Von Dahej aus sollen vor allem Kunden in Nord- und Westindien beliefert werden.

Teil der integrierten Polyurethan-Anlage ist ein MDI-Splitter zur Produktion von Roh-MDI (Diphenylmethandiisocyanat), einem der wichtigsten Grundprodukte für die Herstellung vielfältiger Polyurethane. Diese werden beispielsweise in Anwendungen zur Kälte- und Wärmedämmung eingesetzt und sind das bevorzugte Material, um die Sicherheit von Transportmitteln sowie die Energieeffizienz und Behaglichkeit von Häusern zu verbessern.

Darüber hinaus werden am Standort Dahej "Elastollan" TPU (thermoplastische Polyurethane), "Cellasto" (mikrozellige Spezialelastomer), sowie Polyurethan-Systeme hergestellt. Damit wird die Nachfrage von Kunden aus der Schuh-, Automobil-, Bau- und Möbelindustrie bedient.

Derzeit sind am Standort Dahej insgesamt rund 500 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 200 direkt bei BASF. Mittelfristig sollen rund 50 weitere Arbeitsplätze entstehen. Durch modernste Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards kam es während der Bauphase zu keinerlei Arbeitsunfällen mit Ausfalltagen.

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