22.03.2011

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BASF Schwarzheide: Produktionsstandort übertrifft wieder die Umsatzmilliarde - Zwei neue Unternehmen auf dem Werksgelände

Die BASF Schwarzheide GmbH hat 2010 einen Umsatz von 1,006 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund 22 Prozent. Die 100-prozentige Tochter der BASF SE knüpft mit diesem Ergebnis an das Niveau der Umsatzzahlen von 2007 und 2008 an. 2009 hatten sich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch in den Geschäftszahlen des Lausitzer Unternehmens niedergeschlagen.

Die hervorragende Nachfrage führte 2010 zu einer durchschnittlichen Anlagenauslastung von 88 Prozent, im vierten Quartal sogar zu 91 Prozent. Das ist seit drei Jahren der höchste Wert, teilt das Unternehmen mit.

Zuwächse gibt es demnach besonders im Segment Plastics, in dem der Standort mit Produktionsanlagen der Bereiche Performance Polymers und Polyurethanes vertreten ist. Ein Rekordergebnis mit 80.000 Tonnen erzielte im vergangenen Jahr die TDI-Linie. TDI wird hauptsächlich verwendet zur Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen. Diese finden Verwendung bei der Produktion von Autositzen, Matratzen und Polstermöbeln.

Neue Ansiedler schaffen 17 Arbeitsplätze
Der zum Automobilzulieferer MAGNA gehörende Autoteilehersteller Intier Automotive Interiors (Germany) GmbH wird auf dem BASF-Werksgelände Kunststoffteile für Automobile fertigen. Geplant ist, zehn neue Arbeitsplätze zu schaffen. Produktionsstart ist bereits im 2. Quartal 2011 avisiert.

Die relogplastics GmbH, die Kunststoffe recycelt, startet in Schwarzheide mit sieben Mitarbeitern. Das Unternehmen wird mit seinem Inhouse-Recycling in die Wertschöpfungskette der BASF Schwarzheide GmbH integriert: In der Produktion anfallende Reste aus der Neopolen-Anlage werden aufbereitet und anschließend dem Fertigungsprozess wieder zugeführt. Das Unternehmen will eine Fertigungshalle, ein Lager und ein Sozialgebäude errichten, die Investitionssumme beträgt rund 2,5 Mio. Euro.

Zum 31. Dezember 2010 wurden die Styrolkunststoffaktivitäten der BASF-Gruppe in die weltweit agierende Styrolution GmbH ausgegliedert. Dazu zählt auch eine Produktionsanlage in Schwarzheide. Mit über 70 Arbeitsplätzen ist das nun einer der größten Ansiedler am Standort.