15.10.2014

www.plasticker.de

BASF: Verbesserte Flammschutztype für E&E-Anwendungen

Ein flammgeschütztes und glasfaserverstärktes Polyamid (PA), das neue "Ultramid" A3U42G6, erweitert jetzt das Kunststoffportfolio von BASF. Die hell einfärbbare Type zeichnet sich laut Hersteller durch eine besonders leichte Verarbeitbarkeit mit reduzierter Belagsbildung und Korrosivität aus. Dies helfe, die Laufzeiten von Plastifiziereinheiten und Spritzgießwerkzeugen zu erhöhen und den Wartungsaufwand zu verringern.

Das neue Material erfüllt den Angaben zufolge die Brandschutzklasse V-0 nach UL94 bereits ab einer Wanddicke von 0,4 Millimeter. Die Wärmealterungsbeständigkeit sei im Vergleich zu bekannten glasfasergefüllten Polyamidtypen deutlich verbessert worden. Das Ultramid A3U42G6 verfügt über einen RTI-Wert (nach UL 746B) für die elektrische Durchschlagfestigkeit von 140 °C bei 0,4 Millimeter und sogar 150 °C ab 0,75 Millimeter - und sei so für den Einsatz bei höheren Temperaturen besonders gut geeignet.

Das eingesetzte neuartige Flammschutzsystem zeige keine Migrationseffekte und sorge so für hochwertigere Bauteiloberflächen. Weiterhin enthalte es keine Halogen- und Antimonverbindungen, wodurch sich günstige Werte für Rauchgasdichte und Rauchgastoxizität erreichen sowie die WEEE- und ROHS-Richtlinien erfüllen lassen sollen.

Das mit 30 Prozent Glasfasern verstärkte Ultramid A3U42G6 verfügt über die für Polyamide typischen guten mechanischen Eigenschaften und ist schwarz eingefärbt zusätzlich laserbeschriftbar. Die neue Type ist laut BASF besonders geeignet für Konnektoren und temperaturbelastete Anwendungen in der Industrieautomation wie zum Beispiel Schaltgeräte und Schütze. Das Material ist ab sofort in kommerziellen Mengen und mit ausführlichen Materialdaten erhältlich.

Weitere News im plasticker