05.08.2010

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BASF schafft Ertragssprung

Kumuliert legte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um 28 % auf 31,7 Mrd. EUR zu und das EBIT vor Sondereinflüssen um 96 % auf 4,2 Mrd. EUR. Gegenüber dem guten ersten Quartal 2010 konnten sowohl Umsatz als auch EBIT vor Sondereinflüssen gesteigert werden. Dazu trug insbesondere die sehr starke Nachfrage im Chemiegeschäft - also in den Segmenten Chemicals, Plastics, Functional Solutions und Performance Products bei, die durch die Wiederauffüllung der Läger entlang der Wertschöpfungsketten verstärkt wurde.

BASF rechnet damit, dass sich die konjunkturelle Erholung im zweiten Halbjahr 2010 moderat fortsetzt, geht jedoch davon aus, dass das Unternehmen den Umsatz im Jahr 2010 kräftiger steigern wird als die weltweite Chemieproduktion.


Alle Segmente mit positiven Ergebnis

Im Segment Chemicals stieg der Umsatz im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum krisenbedingt schwachen Vorjahresquartal um 64 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen übertraf den Vorjahreswert um 429 Mio. EUR (166 %). Trotz der Belastung durch die planmäßige Wartungsabstellung des Verbund­standortes Nanjing nahm das Ergebnis gegenüber dem ersten Quartal 2010 zu.

Bei Plastics lag der Umsatz im zweiten Quartal 48 % über dem schwachen Wert des Vorjahresquartals. Neben der guten Anlagenauslastung spiegeln sich Restrukturierungsmaßnahmen im EBIT vor Sondereinflüssen mit einem Plus von 211 Mio. EUR (153 %) wider. Trotz zahlreicher planmäßiger Wartungsabstellungen und Liefereng­pässen bei Nylon 6.6-Produkten konnte das Ergebnis des ersten Quartals 2010 nochmals übertroffen werden.

Das Segment Performance Products konnte im zweiten Quartal den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mengen- und preisbedingt um 29 % steigern. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte kam es in einigen Produktlinien zu Lieferengpässen. Das EBIT vor Sondereinflüssen legte um 391 Mio. EUR (489 %) zu. Dieses starke Ergebniswachstum ist laut BASF auf realisierte Synergien aus der Ciba-Integration, konsequente Umsetzung der Geschäftsmodelle und auf das günstige Geschäftsumfeld zurück­zuführen. Alle Bereiche leisteten dazu einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag.

Bei Functional Solutions stieg der Umsatz im zweiten Quartal 2010 insbesondere dank stärkerer Nachfrage aus der Automobilindustrie in allen Regionen erheblich und übertraf das Vorjahresquartal um 40 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen konnte um 117 Mio. EUR (244 %) gesteigert werden. Neben dem verbesserten Geschäftsumfeld trugen erfolgreiche Restrukturierungsmaßnahmen zu dieser Entwicklung bei.

Der Umsatz bei "Sonstige" verzeichnete im zweiten Quartal 2010 einen kräftigen Anstieg von 32 %. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Preise bei Styrenics zurückzuführen. Styrenics konnte das Ergebnis verbessern.


Umsatz und Ergebnis steigen in allen Regionen

In Europa lag der Umsatz der Gesellschaften im ersten Halbjahr 2010 um 16 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,14 Mrd. EUR (76 %) auf 2,63 Mrd. EUR. Nachfragebedingt verzeichnete das Industriegeschäft ein kräftiges Umsatz- und Ergebniswachstum.

Der Umsatz in Nordamerika wuchs im ersten Halbjahr in USD um 42 % und in EUR um 44 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 530 Mio. EUR (202 %) auf 792 Mio. EUR an. Im Chemiegeschäft legten Umsatz und Ergebnis mengenbedingt stark zu.

Der Umsatz in der Region Asien, Pazifischer Raum erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 in lokaler Währung um 55 % und in EUR um 60 %. Auch das EBIT vor Sondereinflüssen wuchs um 357 Mio. EUR (145 %) auf 603 Mio. EUR. Der dynamische wirtschaftliche Aufschwung wirkte sich vor allem positiv auf das Chemiegeschäft aus.

In Südamerika, Afrika, Naher Osten übertraf der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 den Wert des Vorjahreszeitraums um 21 % in lokaler Währung und um 33% in EUR. Das EBIT vor Sondereinflüssen bewegte sich 6 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2009.

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