07.01.2015

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BSH Hausgeräte: Übernahme der Siemens-Anteile durch Bosch abgeschlossen

Die Bosch-Gruppe hat die Übernahme des 50-Prozent-Anteils von Siemens an der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH am 5. Januar 2015 vollzogen (siehe auch plasticker-News vom 22.09.2014). Zuvor hatten die Kartellbehörden der vollständigen Übernahme zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die Weiterführung des ehemals paritätischen Gemeinschaftsunternehmens von Bosch und Siemens als 100-prozentiges Tochterunternehmen von Bosch. Der Hausgerätehersteller mit rund 10,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013 und rund 50 000 Mitarbeitern wird nach der Eintragung im Handelsregister künftig unter dem Namen BSH Hausgeräte GmbH firmieren.

Die vollständige Übernahme der BSH soll dazu beitragen, das Engagement von Bosch im Bereich der vernetzten Gebäude und Geräte auszubauen. Im Rahmen von Smart Home-Konzepten sollen sich Haushaltsgeräte künftig noch komfortabler und energieeffizienter einsetzen lassen. So habe die BSH zum Beispiel die App "Home Connect" entwickelt, mit der Nutzer über WLAN vernetzte Hausgeräte vom Smartphone oder Tablet aus steuern können. Als erste Geräte mit Home Connect hat die BSH Backöfen und Geschirrspüler auf den Markt gebracht - weitere Hausgeräte sollen folgen.

"Lösungen für das vernetzte Leben sind unser strategisches Ziel", sagt Dr. Karsten Ottenberg, der als Vorsitzender der Geschäftsführung auch künftig die Geschäfte der BSH leitet. Das Unternehmen soll innerhalb der Bosch-Gruppe weitgehend eigenständig agieren. "Mit Bosch haben wir weiterhin einen werteorientierten Eigentümer, der unsere strategische Ausrichtung vollständig mitträgt", so Ottenberg. Ziel der BSH bleibe es, die Position im Weltmarkt weiter auszubauen und insbesondere auch außerhalb Europas Marktanteile zu gewinnen. Der Umsatz der BSH soll sich bis 2025 verdoppeln. Dazu soll verstärkt in Forschung und Entwicklung sowie in die BSH-Marken investiert werden, so Ottenberg.

Mit der Übernahme aller Anteile an der BSH erweitert Bosch sein Geschäft außerhalb der Kraftfahrzeugtechnik. Durch die vollständige Konsolidierung trägt das Gebrauchsgütergeschäft rund ein Viertel zum Bosch-Umsatz bei. Der Anteil des gesamten Bosch-Geschäfts außerhalb der Kraftfahrzeugtechnik liegt dann bei mehr als 40 Prozent. Damit kommt Bosch seinem langfristigen Ziel, dort rund die Hälfte seines Umsatzes zu erzielen, einen großen Schritt näher.

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