16.12.2011

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Baerlocher: Vernissage im Kunststoff-Additiv-Museum in Lingen

Mit einer gut besuchten Vernissage eröffnete Baerlocher am 8. Dezember 2011 im firmeneigenen Kunststoff-Additiv-Museum am Produktionsstandort in Lingen die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kunststoff-Museum realisierte Ausstellung "DIE KUNSTSTOFF-MACHER - Meilensteine beispielloser Erfindungen" (siehe auch plasticker-News vom 30.9.2011). Rund 40 Vertreter aus Politik, Verbänden und Industrie hörten interessante Vorträge und informierten sich in der Ausstellung über die Geschichte der Kunststoffe. Eine Werksführung rundete das Programm der Vernissage ab.

Die Ausstellung wurde eröffnet von Ursula Haar, der 1. Bürgermeisterin von Lingen im Emsland. In ihrer Rede hob Haar die Bedeutung von Baerlocher für den Industriestandort Lingen hervor. Im Anschluss daran resümierte Dr. Michael Rosenthal, Hauptgesellschafter und Beiratsvorsitzender von Baerlocher, in einem kurzweiligen Vortrag die 185-jährige Geschichte von Baerlocher. Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes PlasticsEurope Deutschland e.V., stellte in seinem Vortrag Kunststoffe als wichtige Werkstoffe des 21. Jahrhunderts vor.

Rainer Grasmück, Global Head PVC Additives bei Baerlocher, stellte in seinem Vortrag die Strategien und Ziele der Brancheninitiative VinylPlus vor, in der Baerlocher eine führende Rolle innehat. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen Unternehmen der PVC-Wertschöpfungskette. Die VinylPlus-Initiative hat ein 5-Punkte-Programm definiert, das die Förderung des Bewusstseins für Nachhaltigkeitsfragen und des verantwortlichen Umgangs mit Rohstoffen und Additiven, die möglichst effiziente Nutzung und Kontrolle von PVC über den ganzen Lebenszyklus der Produkte, die Reduktion organochloriner Emissionen sowie die Steigerung der Nachhaltigkeit im Hinblick auf Energieverbrauch und Umwelteinflüsse als wesentliche Ziele der Initiative festschreibt.

Ausstellung bringt zehn namhafte Wissenschaftler nahe
Die Wanderausstellung "DIE KUNSTSTOFF MACHER - Meilensteine beispielloser Erfindungen" bringt zehn Wissenschaftler und ihre bahnbrechenden Produkte nahe. Auch der deutsche Nobelpreisträger Hermann Staudinger wird vorgestellt, der mit seiner Theorie der Makromoleküle die Entwicklung vieler Kunststoffe erst möglich gemacht hat. Dazu zeigt der Verein des Kunststoff-Museums historische Schätze aus seiner Sammlung wie heute auf Flohmärkten kultige Radios, Schalter und Stecker aus dem 1907 von Leo Henrik Baekeland erfundenen Bakelits. Aber auch Designobjekte der 80er-Jahre und neue Anwendungen von Kunststoffen werden präsentiert.

Die Wanderausstellung wurde kuratiert vom Deutschen Kunststoff-Museum und ist die nächsten Monate im Kunststoff-Additiv-Museum von Baerlocher am Produktionsstandort des Unternehmens in Lingen zu sehen. Sie ist so konzipiert, dass sie sich auch einem jungen Publikum schnell erschließt und die Kunststoff-Industrie als interessante Option für die persönliche Karriereplanung vorstellt. Sie ist nach Absprache zugänglich - Besucher, insbesondere Studiengänge und Schulklassen, können unter Telefon 089-14 37 32 33 oder per E-Mail an info@baerlocher.com einen Termin vereinbaren.

Werksbesichtigung fand hohes Interesse
Baerlocher bot den Besuchern der Vernissage die Möglichkeit einer Werksbesichtigung, die großes Interesse fand. Werksleiter Jürgen Bähr erläuterte den Teilnehmern die hochmodernen Produktionsanlagen, in denen das Unternehmen weitgehend automatisiert nach mehreren Hundert Rezepturen kundenspezifische, innovative Additive für die deutsche und internationale Kunststoffindustrie herstellt. Trotz des hohen Automatisierungsgrades sind am einzigen deutschen Produktionsstandort in Lingen rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb tätig.