30.04.2014

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Bayer: 2013 war erneut ein Rekordjahr - MaterialScience blieb unter den Erwartungen - Deutliche Ergebnissteigerung bei BMS im 1. Quartal 2014

Der Bayer-Konzern hat seinen Erfolgskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt. "2013 war erneut ein Rekordjahr für Bayer", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers am Dienstag auf der Hauptversammlung der Bayer AG in Köln. Die Aktionäre sollen daran mit einer Anhebung der Dividende auf 2,10 (Vorjahr: 1,90) Euro beteiligt werden. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von rund 1,7 Milliarden Euro. Im 1. Quartal des laufenden Jahres habe sich Bayer ebenfalls erfreulich entwickelt. Das Unternehmen wolle auch künftig vor allem mit innovativen Produkten wachsen. "Wir wollen unsere Wettbewerbsposition als Innovationsunternehmen von Weltrang weiter ausbauen", kündigte Dekkers an. Die Unternehmensmission "Bayer: Science For A Better Life" sei zugleich ein Versprechen an die Gesellschaft. "Wir setzen auf Wissenschaft und Wissenschaftler, um Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen", so der Vorstandsvorsitzende.

Der Konzernumsatz wuchs 2013 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 5,1 Prozent auf 40,2 Milliarden Euro. Damit habe das Unternehmen im 150. Jahr nach seiner Gründung eine neue Bestmarke erreicht, so Dekkers. Aufgrund einer ungünstigen Wechselkursentwicklung nahm der Umsatz nominal lediglich um 1,0 Prozent zu. Das EBIT stieg deutlich um 25,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro - allerdings hatte Bayer im Vorjahr erhebliche Einmalbelastungen verarbeitet. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 5,8 Prozent auf 5,61 Euro.

"Wesentlicher Faktor des insgesamt sehr positiven Wachstums ist die dynamische Entwicklung unserer beiden Life-Science-Geschäfte - insbesondere die hervorragenden Umsatzbeiträge der neueren Pharma-Produkte und das sehr erfolgreiche CropScience-Geschäft, das auch im Jahr 2013 ein positives Marktumfeld verzeichnete", erläuterte Dekkers. Darüber hinaus habe Bayer die Life-Science-Geschäfte durch zielgerichtete Akquisitionen weiter gestärkt. MaterialScience sei dagegen unter den Erwartungen geblieben. Der Teilkonzern verzeichnete einen Ergebnisrückgang bei schwierigen Marktbedingungen. "Insgesamt blieb Bayer in seinem Jubiläumsjahr jedoch klar auf Erfolgskurs", betonte Dekkers.

Kräftiger Ergebnisanstieg im 1. Quartal 2014
Auch das 1. Quartal 2014 verlief erfreulich für Bayer. "Unsere Life-Science-Bereiche entwickelten sich weiterhin dynamisch und erreichten trotz der erheblichen negativen Währungseffekte leichte Ergebnissteigerungen", sagte Dekkers. HealthCare konnte durch die erfreuliche Umsatzentwicklung der neueren Pharma-Produkte kräftig wachsen. CropScience profitierte von einem frühen Saisonstart in Europa, und MaterialScience konnte das Ergebnis deutlich steigern. Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal wpb. um 8,4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Das EBIT erhöhte sich deutlich um 18,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 11,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro - trotz Währungseffekten von minus 8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 14,7 Prozent auf 1,95 Euro.

Dekkers äußerte sich zuversichtlich zur weiteren Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr und bestätigte den Konzernausblick. Unter anderem plant Bayer für 2014 einen wpb. Umsatzanstieg von etwa 5 Prozent. Unter Berücksichtigung eines erwarteten negativen Währungseffekts gegenüber dem Vorjahr von etwa 2 Prozent ergibt sich daraus ein Konzernumsatz von ca. 41 bis 42 Milliarden Euro.

Bayer-Aktie legte 2013 um 45 Prozent zu
Die positive Entwicklung des Unternehmens im vergangenen Jahr beflügelte auch den Kurs der Bayer-Aktie. "Allein im Jahr 2013 erzielte unsere Aktie - inklusive Dividende - ein Plus von 45 Prozent und übertraf damit sämtliche für uns relevanten Indizes bei Weitem", betonte Dekkers. So legte etwa der DAX im gleichen Zeitraum um 26 Prozent zu. Auch in der langfristigen Betrachtung war die Performance der Bayer-Aktie stark: In den fünf Jahren von 2009 bis 2013 lag sie deutlich über dem Dax und dem Euro Stoxx 50. Die Bayer-Aktionäre erzielten in diesem Zeitraum eine jährliche Rendite von durchschnittlich 23 Prozent.

Die Meldungen über einen möglichen Verkauf von MaterialScience (siehe auch plasticker-News vom 28.04.2014) wurden offiziel weder bestätigt noch dementiert.

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