17.05.2011

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Bayer: Dr. Thomas Bieringer neuer INVITE-Geschäftsführer

Dr. Thomas Bieringer (43) wird zum 1. Juli 2011 neuer Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft INVITE GmbH. Diese arbeitet an neuen Produktionskonzepten für die Fabrik der Zukunft. Der promovierte Physiker löst Michael Lorenz (47) ab, der seit Gründung des Joint Ventures von Bayer Technology Services (BTS) und der Technischen Universität Dortmund in 2010 als Geschäftsführer für das Technologiezentrum im Chempark Leverkusen verantwortlich war. Lorenz hatte entscheidenden Anteil an der Konzeptionierung und Realisierung des neuen Technologiezentrums, das im September 2011 offiziell eingeweiht werden wird. Er übernimmt neue Aufgaben bei Bayer MaterialScience im Bereich Industrial Operations.

Bieringer, der an der Universität Bayreuth auf dem Gebiet der optischen Datenspeicherung in Polymeren promoviert hat, arbeitet seit 1997 für Bayer. Zu seinen Stationen zählten u. a. die Zentrale Forschung sowie Bayer Technology Services und Bayer MaterialScience. Seit 2004 ist er für den Bereich Innovation innerhalb der Konzernentwicklung der Bayer-Holding verantwortlich. Als Sprecher der Bayer-Innovationscommunity war er maßgeblich an der strategischen Ausrichtung der Forschungsgebiete der Bayer-Teilkonzerne beteiligt und baute das Netzwerk zu führenden Forschungseinrichtungen und -Ministerien weltweit aus. Darüber hinaus besitzt er einen Lehrauftrag für Innovationsmanagement an der Universität Köln.

Die TU Dortmund zählt im Bereich Bio- und Chemie-Ingenieurwesen zu den führenden Fakultäten in Europa und arbeitet seit Jahren eng mit Bayer in vielen F&E-Kooperationen zusammen. Beide Gesellschafter der INVITE GmbH sind Mitglieder des mit 30-Millionen-Euro geförderten Forschungsprojektes F³-Factory der Europäischen Union, das von BTS koordiniert wird. In diesem Projekt arbeiten erstmals 25 Partner aus Hochschule und Industrie gemeinsam über alle Grenzen hinweg in einem Konsortium an neuen Technologien und Produktionskonzepten. F³-Factory steht für "Flexible, Fast and Future Factory": Das Konsortium will mittels modularer, effizienter und flexibler Herstellungsverfahren die Technologiekompetenz der europäischen, chemischen und pharmazeutischen Industrie nachhaltig stärken und die globale Wettbewerbsfähigkeit verbessern.