03.05.2010

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Bayer: Kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus - MaterialScience deutlich gestärkt

Umsatz um 5,3 Prozent auf 8,316 Milliarden Euro gewachsen / EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,2 Prozent auf 1,918 Milliarden Euro erhöht / Konzernergebnis um 63,1 Prozent auf 693 Millionen Euro verbessert / Bereinigtes Ergebnis je Aktie um 31,9 Prozent auf 1,20 Euro gesteigert / Konzern-Ausblick für 2010 angehoben

Der Bayer-Konzern ist mit einem kräftigen Umsatz- und Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2010 gestartet. "Bayer ist klar auf Kurs - und wir wollen in diesem Jahr wieder wachsen", erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Wenning am letzten Donnerstag bei der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 1. Quartal. MaterialScience zeigte sich in einem zunehmend stabileren Marktumfeld deutlich erholt und steigerte sein Geschäft gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresquartal stärker als erwartet. Während HealthCare Umsatz und Ergebnis leicht verbessern konnte, schwächte sich das CropScience-Geschäft im Vergleich zum Rekord-Vorjahresquartal deutlich ab. Ursachen hierfür waren sowohl die allgemeine Marktentwicklung wie auch der witterungsbedingt verspätete Saisonstart. "Für das Gesamtjahr 2010 sind wir weiter zuversichtlich und heben den Konzernausblick an", so Wenning.

Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal um 5,3 Prozent auf 8,316 (Vorjahr: 7,895) Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entspricht das einem Plus von 6,2 Prozent. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 13,2 Prozent auf 1,918 (1,695) Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg auf 23,1 (21,5) Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen nahm um 25,3 Prozent auf 1,274 (1,017) Milliarden Euro zu.

MaterialScience deutlich gestärkt
Das Geschäft mit hochwertigen Materialien ist erfolgreich ins Geschäftsjahr 2010 gestartet. MaterialScience steigerte den Umsatz um 35,5 (wb. 37,9) Prozent auf 2,216 (1,636) Milliarden Euro. Das sehr schwache Vorjahresquartal war durch die Wirtschafts- und Finanzkrise erheblich belastet. Auch im Vergleich zum 4. Quartal 2009 konnte der Teilkonzern den Umsatz mit plus 9,9 Prozent steigern. "Zu dieser deutlichen Verbesserung trugen alle Business Units mit Mengenausweitungen und Preiserhöhungen bei", erklärte Wenning.

Das Geschäft mit Rohstoffen für Schaumstoffe (Polyurethane) konnte im 1. Quartal wb. um 33,4 Prozent durch zweistellige Zuwachsraten aller Produktgruppen ausgeweitet werden. Noch kräftiger stiegen die Umsätze bei den Polycarbonaten (wb. plus 56,9 Prozent) und bei den Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten (wb. plus 52,6 Prozent).

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von MaterialScience verbesserte sich mit 287 Millionen Euro deutlich gegenüber dem Verlust von 116 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Zu der positiven Entwicklung trugen vor allem deutliche Mengensteigerungen sowie damit verbunden eine bessere Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen bei.

MaterialScience geht von einer weiteren konjunkturellen Erholung aus. Vor diesem Hintergrund plant der Teilkonzern für 2010, den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt in der Größenordnung von 20 Prozent zu erhöhen (vorher: mehr als 10 Prozent). Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA will MaterialScience mehr als verdoppeln (vorher: erheblich steigern). Im 2. Quartal erwartet der Teilkonzern gegenüber dem 1. Quartal 2010 weiteres Wachstum und eine Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen.

Weitere Informationen: www.bayer.de