24.02.2011

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Bayer MaterialScience: Fünf Millionen Euro für neues Laborgebäude in Dormagen

Effizienter, unkomplizierter, kürzere Wege - das ist die Philosophie für den Neubau eines Forschungszentrums von Bayer MaterialScience in Dormagen. Das Hydriertechnikum soll im Herbst bezugsfertig sein. Damit wird die Verfahrensforschung Isocyanate von Bayer MaterialScience an einem Ort gebündelt. "Das stärkt den Standort Dormagen und hilft, unsere weltweite Technologieführerschaft im Bereich der Isocyanate weiter auszubauen", sagte Peter Vanacker, Leiter der Business Unit Polyurethane bei Bayer MaterialScience, am Mittwoch in Dormagen.

Die Labore des künftigen Technikums spielen eine wichtige Rolle im Geschäftsbereich der Polyurethane. Ihre Aufgabe: Das Erforschen und Optimieren von technischen Abläufen zur Produktion der Isocyanate MDI und TDI sowie der zur Herstellung der dazu benötigten Vorprodukte. "Die Arbeitsgruppen bestehen bereits - jedoch an unterschiedlichen Standorten", sagt Dr. Thorsten Dreier, Abteilungsleiter der Verfahrensforschung in der Isocyanat-Produktion. "Sie künftig zentriert in einem Gebäude zu haben, ist für uns ein großer Vorteil. Wir können dann unsere Abläufe zügiger koordinieren." So zieht das Anilinlabor aus Uerdingen nach Dormagen um. Mit unter dem neuen Dach: Die TDA- und die TDI-Verfahrensforschung.

Polyurethane finden als Weichschäume vor allem in Matratzen und Autositzen Verwendung, während Hartschäume zur Dämmung von Gebäuden oder Kühlschränken eingesetzt werden. In der Gebäudedämmung sparen Polyurethane dabei bis zu siebzig Mal mehr Energie als für ihre Herstellung eingesetzt wird.

Energieeffizientes Laborgebäude
In das neue Hydriertechnikum investiert Bayer MaterialScience rund fünf Millionen Euro. Es verteilt sich auf zwei Stockwerke und wird aus einem Labor- und einem Bürotrakt bestehen. "Wir errichten ein energieeffizientes Gebäude und verwenden dafür natürlich Materialien aus dem EcoCommercial-Building-Netzwerk von Bayer MaterialScience", erläutert der Betriebsleiter des neuen Technikums, Dietmar Wastian.

"Die rund fünf Millionen Euro sind eine lohnende Investition in die Zukunft", betont Dr. Klaus Jaeger, Leiter des Standortverbunds Nordrhein-Westfalen bei Bayer MaterialScience. "Dieses Laborgebäude mit seinen gezielt unkomplizierten und kurzen Wegen ist eines der besten Beispiele dafür, wie intensiv Flexibilität und Effizienz bei Bayer MaterialScience in der Praxis inzwischen gelebt werden."

Dormagen ist für Bayer MaterialScience ein bedeutender Produktionsstandort für Polyurethan-Rohstoffe. Diese werden hauptsächlich in der Automobil-, Bau- und Elektronikbranche eingesetzt. Anwendungsbeispiele sind Matratzen, Polstermöbel, Autositze, Kühlschrankdämmungen, Stoßfänger oder Freizeitschuhe.