02.10.2012

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Bayer MaterialScience: Starke Nachfrage nach Hightech-Kunststoff Apec bewirkt Investitionsschub - JV baut für 50 Mio. Euro Chemieanlage in Ostdeutschland

Die stark wachsende globale Nachfrage nach dem Hochleistungs-Kunststoff Apec® von Bayer MaterialScience zieht nach Angaben des Unternehmens hohe Investitionen in Ostdeutschland nach sich. In der Chemieregion Bitterfeld entsteht demnach für rund 50 Millionen Euro eine weitere Anlage zur Herstellung eines wichtigen Vorprodukts für Apec®. Betreiber ist die Hi-Bis GmbH - ein Gemeinschaftsunternehmen mit Beteiligung von Bayer MaterialScience -, die damit ihre Kapazitäten dort verdoppelt. Am Montag wurde der Grundstein gelegt; die Inbetriebnahme ist für Mitte 2014 vorgesehen.

Das besonders hitzebeständige Apec® wird unter anderem in der Automobilbeleuchtung, Lichttechnik, Elektroindustrie und in Haushaltsgeräten eingesetzt. Der transparente Bayer-Kunststoff eignet sich vor allem für optisch anspruchsvolle Artikel, die hohen Temperaturen standhalten müssen - zum Beispiel Linsen von Autoscheinwerfern, Gehäuse für Leuchten oder Heißluftdüsen in Haartrocknern.

Überdurchschnittlich hohes Wachstum
Das Absatzwachstum des Materials liegt den weiteren Angaben zufolge deutlich über dem des gesamten Kunststoffmarktes, das mittelfristig pro Jahr bei rund fünf Prozent erwartet wird. Produziert wird Apec® bei Bayer MaterialScience im belgischen Antwerpen.

Hi-Bis in Bitterfeld stellt einen zentralen Baustein dafür her, sogenannte Spezial-Bisphenole. Dafür hatte das japanisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen 2004 eine erste Produktionsanlage in Betrieb genommen. Nun wurde angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach Apec® die Kapazitätsausweitung erforderlich.

"Mit diesem Ausbau wird sichergestellt, dass wir den Bedürfnissen des Marktes weiterhin gerecht werden können", erklärte Dr. Ralf Echterhoff, Leiter Produktion und Technologie im Geschäftsbereich Polycarbonate von Bayer MaterialScience. Das Unternehmen ist mit zehn Prozent an Hi-Bis beteiligt.

Die restlichen Anteile halten der japanische Mischkonzern Mitsui & Co (35 Prozent) und dessen Tochterunternehmen Honshu Chemical Industry (55 Prozent). In Bitterfeld unterhält der Bayer-Konzern einen wichtigen Produktionsstandort. Auf dem Werksgelände sind auch andere Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie angesiedelt.