18.09.2014

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Bayer: Pläne zum Börsengang von MaterialScience bestätigt - Vollständige Konzentration auf Life-Science-Geschäfte

Bayer will sich in Zukunft ausschließlich auf die Life-Science-Geschäfte HealthCare und CropScience fokussieren und MaterialScience als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Damit positioniert sich Bayer als global führendes Unternehmen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Die Zahl der Arbeitsplätze soll sowohl weltweit als auch in Deutschland in den nächsten Jahren stabil bleiben. Der Aufsichtsrat hat den Plänen des Vorstands am heutigen Donnerstag einstimmig zugestimmt.

Mit der erfolgreichen Markteinführung der neueren Pharma-Produkte, dem Erwerb des Geschäfts mit rezeptfreien Produkten von Merck & Co., Inc. (USA) sowie der sehr erfolgreichen Geschäftsentwicklung von CropScience hat sich in den vergangenen Jahren das Gewicht sehr zugunsten der beiden Life-Science-Geschäfte verschoben. Die positive Entwicklung dieser Bereiche soll sich mit weiteren Wachstumsinvestitionen auch in Zukunft fortsetzen. Der Vorstand hat deshalb im Rahmen der regelmäßigen Bewertung des Geschäftsportfolios beschlossen, das Unternehmen auf diese Bereiche zu konzentrieren. Etwa 70 Prozent des Umsatzes von Bayer kommen heute bereits aus den Life-Science-Bereichen, die zudem 88 Prozent des bereinigten EBITDA beitragen.

Die Gesellschaften des künftigen Bayer-Konzerns erzielten 2013 auf Basis von Pro-forma-Zahlen einen Jahresumsatz von ca. 29 Milliarden Euro. Sie werden knapp 99.000 Mitarbeiter beschäftigen, davon etwa 29.500 in Deutschland. Der Hauptsitz bleibt in Leverkusen.

Das MaterialScience-Geschäft soll innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate als separate Aktiengesellschaft an die Börse gebracht werden. Mit der angestrebten Selbstständigkeit von MaterialScience entsteht das viertgrößte Chemieunternehmen in Europa, das 2013 (pro forma) weltweit einen Umsatz von über 11 Milliarden Euro erwirtschaftete. Das neue Unternehmen soll weltweit rund 16.800 Mitarbeiter haben, davon etwa 6.500 in Deutschland. Die Gesellschaft soll einen neuen Unternehmensnamen sowie eine eigenständige Identität bekommen und ihren Hauptsitz in Leverkusen haben.

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